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Work 'n' Play
07.10.2008 von 09:30 - 17:30 Uhr
Andreas Haderlein
640,- € zzgl. MwSt.
inkl. Lunch
Ort: Kelkheim (bei Frankfurt), Zukunftsinstitut

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Work 'n' Play (Methodenseminar)


Mit Business-Spielen, Kreativitätstechniken und „Serious Games“ zum Unternehmenserfolg



Kurzbeschreibung



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Die jüngst vergangene Games Convention in Leipzig hat es wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Spielen ist längst in der gesellschaftlichen Mitte angekommen und kein Reservat mehr von pubertierenden männlichen Jugendlichen. Gleiches gilt natürlich auch für Unternehmen: immer mehr finden sich Simulationstechniken, computergestützte „Serious Games“ oder ausgefallene Kreativitätstechniken, die noch vor wenigen Jahren als „Spielerei“ abgetan wurden, im Strategiebaukasten. Die Referenten Axel Liebetrau und Andreas Haderlein geben einen praxisnahen Überblick über das „Corporate Gaming“ und erläutern, welche Potentiale das „Spiel“ im Unternehmen birgt.

Erfahren Sie:

  • Wie viel Spiel Strategien vertragen und wie viel Innovation aus Spielen hervorgeht
  • Worin sich Übung und Spiel unterscheiden
  • Warum die Trend- und Zukunftsforschung auf das Spielen angewiesen ist
  • Wie Mitarbeiter die üblichen Denkhürden leichter überwinden
  • Wie erfolgreich interdisziplinäre Arbeitsgruppen und der spielerische Blick über den Tellerrand sein können
  • Wie Sie spannende Kreativitätstechniken und Business-Spiele in Ihrem Unternehmen salonfähig machen
  • Wie sich der boomende Markt der „Serious Games“ auf Unternehmenskulturen auswirkt
Bereits im letzten Jahr hat das Zukunftsinstitut den 11. Zukunftskongress unter das Motto WORK-LIFE-PLAY gestellt und damit eines der zentralen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit aufgegriffen: Wie viel Spiel in Beruf, Business und Alltag ist nötig, um den Herausforderungen dynamischer Wissensmärkte, der Ideenwirtschaft und der Kreativitätsgesellschaft der Zukunft gerecht zu werden? Ohne Zweifel kommt dem spielerischen Element eine zentrale Rolle zu. Und das möchten wir Ihnen in dem vorliegenden Methodenseminar anhand zahlreicher praktischer Anwendungen, aber auch mittels theoretischer Begründungen aus der Sicht der Trend- und Zukunftsforschung deutlich machen.

An wen richtet sich dieses Seminar?

Das Seminar richtet sich an Berater, Referenten und Trainer, die ihr eigenes Methodenrepertoire um spielerische Elemente erweitern möchten, aber auch an Innovation Manager und Produktentwickler sowie Marketingverantwortliche, die neue Wege der Ideenfindung gehen möchten.



Seminardetails



„Spielen wird im 21. Jahrhundert zu dem,
was das Arbeiten in den letzten 300 Jahren
der Industriegesellschaft gewesen ist – unsere wichtigste Art,
Wissen zu erwerben und Wertschöpfung zu betreiben.“

Pat Kane in seinem Buch „The Play Ethic“


Der „Spieler“ ist der Wissensarbeiter der Zukunft


Ohne Spiel keine Kultur, keine Wirtschaft, keine Gesellschaft – das hat schon der Kulturwissenschaftler Johan Huizinga in seinem 1938 erschienenen Essay „HOMO LUDENS. Vom Ursprung der Kultur im Spiel“ trefflich analysiert. Die neuen Spielwiesen des Homo Ludens erstrecken sich heute weitläufig sichtbar über berufliche wie freizeitliche Kontexte. Und ganz entscheidend: Die Lust am Spiel ist altersübergreifend. Denn Rollenspiel- und Abstraktionsvermögen werden zu kulturellen Schlüsselqualifikationen in der wissensbasierten Kreativ-Ökonomie, in der Simulation, Experiment, Inszenierung und – nicht zuletzt – Spaß zu Kernmethoden der Kommunikation und des Lernens heranreifen.

Die Hintergründe: Gaming, die Verbreitung der immersiven Medien und eine neue Lern-Kultur

Seien es netzbasierte 3-D-Landschaften wie „Second Life“, Gaming-Communities wie die Spieler von „World of Warcraft“ und „EverQuest“ oder Handyspiele zum Zeitvertreib in Bus und Bahn – das Spielen fern der Sandkiste wird durch die Weiterentwicklung und Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie durch steigende Internet-Bandbreiten forciert. Weltweit wird heute mehr Geld mit Computer-Games umgesetzt als mit Kinofilmen.

Aber in diesem Methodenseminar beleuchten wir nicht ausschließlich computergestützte „Serious Games“, die als Planspiele, Job-Trainings und Simulationen bis in die oberste Führungsetage vorgedrungen sind. Es geht auch und vor allem um schnelle, handhabbare Tools, die Workshops und Seminare im Handumdrehen bereichern können – vom „Lego Serious Play“ bis zum „Cross-Innovations-Spiel“ des Zukunftsinstituts.

Spielen ist also nicht mehr nur (und war es wahrscheinlich noch nie) ein abgegrenzter Akt, eine sinnfreie Freizeitbeschäftigung. Das Spielerische jenseits von Ego-Shootern, WLAN-Partys und Online-Pokerspielen wird mehr und mehr zu einem Teil der Arbeitswelt – von Kreativitätstechniken im Strategie-Workshop bis zum Assessment-Center. Der Spielboom ist demzufolge mehr als die Laune einer zunehmend gelangweilten Gesellschaft. Spielen ist eine Kernkompetenz im „Creative Age“, in einem Zeitalter, in dem wir immer schneller lernen und lebenslang hohe Anpassungsleistungen vollbringen müssen. Denn Spielen macht Lernen leichter. Deshalb erobern sich Kinder „spielend“, in vergleichsweise rasender Geschwindigkeit das Lebenswissen, das sie zu Erwachsenen macht.

Spielen ist ein zentraler Kreativitätsfaktor

„Spielen ist was für Kinder, und das Arbeitsleben ist der Ernst des Lebens“ – diese Formel war (und ist) Bestandteil der Industriegesellschaft. In der Wissensgesellschaft aber ist sie nicht mehr gültig. Gute Gründe für eine „Play Economy“ gibt es genug:

  • Verspieltheit statt einfach nur spielen: Spielen auf Knopfdruck in bierernst veranstalteten „Kreativitätsseminaren“ bringt in der Regel Frustration und „Ideen“, die wirklich niemand umsetzen will. Nicht nur Spielen nach Regeln wie Monopoly, sondern „Verspieltheit“, „spielerische Leichtigkeit“, „Lebendigkeit“ (das Englische hat hierfür den passenden Begriff „playfulness“) – das sind die Schlüsselfaktoren, und die entstehen meist in Verbindung mit Freude an einer Sache und Leidenschaft für die Aufgabe.
  • Spielen ist Lernen: „Phantasie ist wichtiger als Wissen. Wissen ist begrenzt, Phantasie aber umfasst die ganze Welt“, soll Albert Einstein gesagt haben. Spielen ist die natürlichste Art, Wissen und Phantasie zusammenzubringen.
  • Spielen ist Komplexitätsmanagement: Die zunehmende Komplexität des Berufs- und Alltagslebens zwingt uns, mit spielerischen Mitteln eben diese Komplexität zu erforschen und zu managen. Nicht umsonst ist die „Spieltheorie“ eine Variante der Komplexitätstheorie.
  • Spielen schafft Vertrauen: Spielerisch lassen sich viele Beziehungsprobleme im Team leichter lösen. Ob im Rollentausch eines Business-Theaters oder auf Mitarbeiter-Incentives mit abenteuerlichen Erlebnissen auf Highspeed-Segelyachten, beim Fußballturnier oder im Hochseilpark.
  • Humor schafft spielerische Leichtigkeit: Humor ist eine ernste Angelegenheit. Manager mit Humor können Aggressivität und Feindseligkeiten in ihrem Team deutlich reduzieren, Spannungen besser lösen, haben in der Regel ein positiveres Team-Klima und können schwierige und schmerzhafte Botschaften besser kommunizieren.

Literaturempfehlung zum Einstieg:
  • Michael Schrage: Serious Play. How the World's Best Companies Simulate to Innovate. Harvard Business School Press, 1999
  • Pat Kane: The Play Ethic. A Manifesto for a different way of Living. Macmillan, 2004
  • Johan Huizinga: Homo Ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel. Rowohlt, 2004 (Original von 1939)



Dozent/en



Andreas Haderlein ist neben seiner Forschungs- und Referententätigkeit mit den Schwerpunkten Neue Medien, Wissenskultur und sozialer Wandel Leiter der Zukunftsakademie. Lesen Sie mehr »

Axel Liebetrau ist ein gefragter Experte für Trend- und Zukunftsthemen. Neben 20 Jahren Praxiserfahrung in über 200 Projekten als Banker, Trainer, Managementberater und Unternehmer hat er eine fundierte akademische Ausbildung als Dipl. Betriebswirt (FH) und MBA in International Management Consulting. Lesen Sie mehr »

Seminarablauf



Änderungen vorbehalten

9:30 – 9.45: Vorstellungsrunde und Warm-up

Vormittag: Chancen für Innovationen

9:45 – 10.15: Präsentation
Historischer Ausflug in die Spielkultur und die „Wissenschaft vom Spiel“:
Die Rahmenbedingungen der Creative Economy
Andreas Haderlein

10:15 – 10:45: Präsentation
Corporate Gaming – Warum „Spielen“ die Wissensarbeit der Zukunft prägt und
Strategie und Spiel nicht zu trennen sind
Axel Liebetrau

10:45 – 11:00: Pause

11:00 – 11.30: Kurz-Workshop
Was unterscheidet das Spiel von der Übung
Axel Liebetrau/Andreas Haderlein

11:30 – 12:00: Präsentation und moderierte Diskussion
Play! – don't work: Kreativkompetenz für Führungskräfte
Gastdozent Robert Gerlach, IQudo

12:00 – 12:30: Präsentation
Von der Vertriebsschulung bis zum Change-Prozess:
Marktüberblick erfolgreicher Corporate Games
Axel Liebetrau/Andreas Haderlein

12:30 – 13:00: Kurz-Workshop
Cross Innovations: Blick über den Tellerrand mit Methode
Petra Kehr, Koordinatorin Workshop-Entwicklung, Zukunftsinstitut

13:00 – 14:00: Lunch

Nachmittag: Risiken erkennen, Strategien schärfen und auf die Zukunft vorbereiten

14:00 – 14:30: Präsentation
Serious Games, Innovation Labs und Simulationen:
Wie Technologie das Spielen in Unternehmen salonfähig macht –
Praxisbeispiele und Anwendungen
Andreas Haderlein

14:30 – 15:00: Präsentation
Wild Cards, Szenarioentwicklung und Wargaming:
Die Königsmethoden der Zukunftsforschung, wie sie funktionieren und
warum sich immer mehr Unternehmen auf sie einlassen
Axel Liebetrau

15:00 – 16:00: Workshop
Business Wargaming Shortcut (I):
Sie spielen Krieg in den unruhigen Märkten von morgen
Axel Liebetrau/Andreas Haderlein

16:00 – 16:15: Pause

16:15 – 16:30: Austausch und Erfahrungen
Business Wargaming Shortcut (II)

16:30 – 16:45: Exkurs
Werbung in Games – Games als Werbung
Andreas Haderlein

16:45 – 17:15: Impulse
The Art of the Start: Wie Sie Business-Spiele und Serious Games
im Unternehmen positionieren und Mitstreiter und Unterstützung gewinnen
Axel Liebetrau

17:15 – 17:30: Key Learnings & Feedback





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