Die Hackerwirtschaft

Was sind private Daten auf dem Schwarzmarkt wert? Und welche Datenvolumen sind Unternehmen im vergangenen Jahrzehnt abhanden gekommen?

Von Ksenia Pogorelova und Christof Lanzinger (11/2015)

Berichte über Datenverluste und gehackte Server sind heute bereits an der Tagesordnung. Wie hoch die dabei verlorenen Datenvolumen tatsächlich sind, veranschaulicht unsere erste Infografik. Die Datenverluste werden nicht nur aufgeschlüsselt nach einzelnen Organisationen und Branchen, sondern auch nach ihren Ursachen. Dabei zeigt sich: Auch das Mitarbeiterverschulden spielt eine prominente Rolle. Noch gravierender schlagen aber Hackerangriffe zu Buche: Seit 2004 gab es rund 1,2 Milliarden Attacken, bei denen jeweils mehr als 10 Millionen Datensätze betroffen waren.

Wie viel sind diese Daten auf dem Schwarzmarkt wert? Erstaunlich wenig, wie unsere zweite Infografik zeigt: So muss man für 10.000 gestohlene E-Mail-Adressen maximal zehn US-Dollar bezahlen – mitunter sogar nur einen halben Dollar. Teurer wird es, wenn die Daten hochgradig individualisiert und verifiziert sind: Eine registrierte und freigeschaltete russische Handy-SIM-Karte kostet auf dem Schwarzmarkt 100 Dollar.

Beide Infografiken führen vor Augen, dass wir in eine Ära der neuen Daten-Dimensionen gelangen: Im Zeitalter der Cyber (In)Security werden Daten zur neuen Zentralwährung – und ihr Schutz zur zentralen Herausforderung. 

Infografik: Ksenia Pogorelove und Christof Lanzinger

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