Living-Apart-Together-Technologien

Das Internet und Video-Chat-Programme wie Skype haben die private Kommunikation über weite Entfernungen hinweg maßgeblich verändert. Man kann in Echtzeit kostenlos mit den Lieben chatten, bei stabiler Internetverbindung sogar so gut wie überall durch Smartphone, Tablet und Co. mit dabei sein. Doch auch andere Programme und Produkte verändern das getrennte Leben auf eine Weise, die das „Living Apart Together“ nicht nur möglich und erträglicher macht, sondern auch abwechslungsreich.

Distanz-Vorleser

Märchen vorlesen 2.0 bietet Kindoma an, egal ob man nur wenige Kilometer oder 10.000 Kilometer voneinander entfernt ist. Eltern können ihren Kindern nämlich nun dank der neuen App problemlos Gutenachtgeschichten vorlesen, denn Kindoma verknüpft die Videochat-Funktion Immer mehr Apps und Produkte werden sich wie selbstverständlich in den Alltag integrieren jetzt mit E-Books. Sobald ein Videoanruf zustande gekommen ist, können Eltern und Kinder aus einer Bibliothek von 26 populären Märchen ihre Lieblingsgeschichte auswählen. Die Buchseiten mit Text und Bildern werden auf dem Bildschirm eingeblendet, ebenso wie die Fenster mit den Videos beider Parteien. Auch digital mit dem Finger auf ein bestimmtes Wort oder Bild zu zeigen ist möglich.

Gemeinsam getrennt einschlafen

Einen kreativen Weg, über die Ferne hinweg eine ganz andere Art der Verbundenheit herzustellen, erlaubt die Goodnight Lamp. Eine Familie von Lampen besteht aus einer größeren „Mutterlampe“ und einigen kleinen „Kinderlampen“. Die große Lampe wird behalten, die kleinen an Familienmitglieder oder Freunde auf der ganzen Welt geschickt. Der Schalter der großen Lampe aktiviert zeitgleich und standortunabhängig über das Internet die kleinen. Auf diese Weise kann man sehen, wer wann nach Hause kommt oder aber vor Ort erreichbar ist. Und wenn ein geliebter Mensch auf der anderen Seite des Erdballs schlafen geht, geht auch zuhause das Licht aus.

Gefühle teilen

„When you feel it, flobe it“ lautet das Motto der App, die wirklich nur dafür gedacht ist, seine Gefühle zu teilen. Was erst etwas abstrakt klingt, ist eigentlich die Grundmotivation jeglichen sozialen Netzwerks. Nur dass Flobe!t sich darauf spezialisiert, dies mithilfe von Fotos zu tun, ein Visual Social Network also. Der Gründer Giovanni Giro beschreibt seine App folgendermaßen: „Flobe!t ist das, was passiert, wenn soziale Netzwerke erwachsen werden: Sie entwickeln sich von online gesammelten Eindrücken weiter zu dem, was im wirklichen Leben geschieht. Also hört auf, nur Fotos zu posten und fangt an, Gefühle zu teilen!“

Mobilität ist ein Zeichen unserer Zeit, sowohl im Beruf als auch im Privatleben. Von Arbeitnehmern, gerade von jungen, die noch dabei sind, sich eine Karriere aufzubauen, wird die Bereitschaft zur extremen Flexibilität verlangt. Dies geht sehr häufig damit einher, dass sich Arbeitsplatz und Familie an unterschiedlichen Orten befinden, vielleicht sogar in unterschiedlichen Ländern. Diese Entwicklungen werden sich noch verstärken. Beziehungen müssen weite Distanzen aushalten, und das Internet hilft dabei, Nähe zu erhalten, ohne Ferngespräche führen zu müssen. Es werden immer mehr Apps und Produkte entstehen, die sich wie selbstverständlich in den Alltag integrieren und helfen, Entfremdung, Heimweh und Co. zu reduzieren.


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Dossier: Technologie

Dossier: Technologie

Was vor wenigen Jahren noch als visionäres Raunen durch die Fachpresse ging, ist jetzt Alltag geworden: das Internet der Dinge. Das digitale Leben hat den Desktop-Computer endgültig hinter sich gelassen und lässt sich in jedermanns Hosentasche herumtragen. Digitale und analoge Realität verschmelzen zunehmend zu einer, was auch eine langfristige “Technisierung” unserer Lebenwelt bedeutet.

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