Wearable Navigation: Navi to go

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Intelligente Kleidung merkt, wenn sich etwas verändert, und ist in der Lage, flexibel darauf zu reagieren. Sie kann in einigen Fällen auch feststellen, wo man gerade ist, und uns dort hinführen, wo wir hinwollen. Wearable Navigation, also die Orientierung und Navigation mithilfe von GPS-Kleidung, ist ein Bereich der Smart Fashion, den man aufgrund einiger interessanter Designkreationen näher betrachten sollte.

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Einen eher ernsten Hintergrund haben die GPSSchuhe Navistar von Aetrex. Diese sind schon regulär auf dem Markt erhältlich, für rund 300 US-Dollar. Sie sind vorwiegend für ältere Menschen gedacht, die an der Alzheimer-Krankheit leiden, bzw. für deren verantwortliche Verwandte oder Pfleger. Diese können nämlich im Notfall den orientierungslosen Patienten orten und entsprechende Hilfe schicken.

Der Schuh-Indikator

Der Name der No Place Like Home-Schuhe ist angelehnt an die bekannte Geschichte vom Zauberer von Oz. Dort transportiert sich die Hauptfigur Dorothy mithilfe Das Internet der Dinge optimiert unsere alltäglichen Begleiter - und macht aus Kleidung I-Wear ihrer roten Schuhe nach Hause. So ähnlich funktioniert auch der Prototyp des britischen Designers Dominic Wilcox. Zwar „beamen“ einen die Schuhe nicht ganz so einfach nach Hause, wie es in Oz der Fall ist, doch auch die mit GPS versehenen Schuhe werden aktiviert, indem man die Hacken zusammenschlägt. Zuvor übertr.gt man per USBKabel mithilfe spezieller Software die gewünschten Zieldaten in den Schuh, der GPS-Sender ist im Absatz eingebaut. Dann kann es losgehen, und in der Fußspitze eingelassene LED-Leuchten zeigen einem den richtigen Weg.

Das Gürtel-Navi

Der Travel Belt von Triposo möchte seinen Träger mithilfe vibrierender Sensoren durch den Großstadtdschungel navigieren. Über ein kleines Kabel mit dem Kopfhörer- Anschluss des Smartphones verbunden, fangen die vier Sensoren, vorne und hinten, rechts und links angebracht, dann zu vibrieren an, wenn man abbiegen muss. Natürlich benötigt man, um den Gürtel nutzen zu können, auch eine entsprechende App. Beim modischen Navigationsgürtel handelt es sich zunächst zwar noch um einen Prototyp, aber mit einem Verkaufspreis von 30 bis 50 US-Dollar setzt das 2011 gegründete Startup den Preis im unteren Preissegment an.

Durch Smartphones und andere Smart Devices ist das Internet nun überall. Fast jeder, der ein Smartphone besitzt, hat es auch schon einmal dazu genutzt, um sich zu orientieren. Für viele ist die Map-Funktion nicht mehr wegzudenken, weder auf dem Handy noch im Auto. Man druckt sich meist keine Karten mehr aus, sondern lässt sich einfach, wenn man schon unterwegs ist, orten und navigieren. Auf die Frage, für welchen Zweck Apps am häufigsten verwendet werden, gaben bei einer Umfrage von Tomorrow Focus Media 47,4 Prozent der Befragten “Navigation” an (2013). Das sogenannte Internet der Dinge hält mit großen Schritten Einzug in unseren Alltag, nicht nur durch die Entwicklung portabler Computer an sich, sondern insbesondere durch die Optimierung unserer alltäglichen Begleiter. Kleidung wird zu I-Wear. Es ist demnach nur eine konsequente Entwicklung, dass man daran arbeitet, den Alltag des Menschen mithilfe neuer Materialien und Funktionen noch praktischer zu gestalten. Es steckt noch großes Potenzial im Bereich der Smart Fashion. Kleine und große Unternehmen arbeiten daran, dieses auszuschöpfen und zu etablieren.


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Dossier: Technologie

Dossier: Technologie

Was vor wenigen Jahren noch als visionäres Raunen durch die Fachpresse ging, ist jetzt Alltag geworden: das Internet der Dinge. Das digitale Leben hat den Desktop-Computer endgültig hinter sich gelassen und lässt sich in jedermanns Hosentasche herumtragen. Digitale und analoge Realität verschmelzen zunehmend zu einer, was auch eine langfristige “Technisierung” unserer Lebenwelt bedeutet.

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