Worktool: „Get Social!“

Um als Unternehmen die Zukunft zu gestalten, braucht es mehr als nur einen mentalen Perspektivwechsel – das Worktool „Get Social!“ hilft beim Handeln.

Von Michael Kirmes (06/2017)

„Stellen Sie sich vor, ihr Unternehmen wäre ein Startup!“

„Überlegen Sie, warum eine Zeitung über Ihr Produkt berichten würde.“

„Wenn Ihr Kunde ein Held wäre, wie würde dann seine Heldenreise aussehen?“

„Begeben Sie sich in den Kopf eines branchenfremden Wettbewerbers.“

Würde, könnte, sollte, wäre – ein mentaler Perspektivwechsel kann helfen ein festgefahrenes Problem zu lösen.

Doch statt zu Gedankenexperimenten wollen wir Sie diesmal zu echtem Handeln ermutigen. Es gibt eine Vielzahl von Gründerinnen und Gründern, die sich sozialen Innovationen widmen – als Mieter im Social Impact Lab Frankfurt begegnen wir vielen davon täglich. Aber egal, ob es um spannende neue Konzepte zur Integration von Flüchtlingen, der Verbesserung der Pflege, nachhaltigerem Konsum oder freundlicherem gesellschaftlichen Miteinander geht, all diese Social Entrepreneurs kämpfen oft mit ähnlichen Problemen.

Für die Anfangsphase der Startups gibt es gute Förderprogramme, in denen das Konzept geschärft und ein kleines Unternehmen aufgebaut werden kann – aber die Zeit danach, wenn ein solides Konzept steht, Kunden oder Kooperationspartner jedoch noch nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind, bedeutet für viele soziale Geschäftsideen das Aus. Oftmals könnte ein Kontakt zum richtigen (mittelständischen) Unternehmen ausreichen, um diese Zeit bis zur selbstständigen Profitabilität zu überbrücken.

Deshalb unser Appell an alle Unternehmen, die ihr soziales Profil gern schärfen würden: Suchen Sie sich ein soziales Startup in Ihrer Branche und Ihrer Nähe, kontaktieren Sie dieses, und sprechen Sie über eine mögliche Kooperation! Hier finden Sie einige erste Anlaufpunkte für die Recherche:

Über die Zukunftsinstitut Workshop GmbH

Michael Kirmes ist Innovationsforscher bei der Zukunftsinstitut Workshop GmbH, die sich als Schwestergesellschaft des Zukunftsinstituts auf die praktische Arbeit mit Trends spezialisiert hat. Über viele Jahre erprobte Tools und Methoden erlauben es, auf spielerisch-analytische Weise in Trends einzutauchen – in Form von Workshops, Innovationsprojekten und spannenden (Un)Vorträgen.

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