Die Zukunft des Konsums

Wie werden wir künftig konsumieren? Was kommt nach der Dienstleistungsgesellschaft? Und welchen Anbietern werden wir künftig noch vertrauen?
Immer öfter stehen Anbieter heute intensiven Fragen von Konsumenten gegenüber. Ein anderer, besserer Konsum wird eingefordert. Mehr Individualität, mehr Passgenauigkeit, mehr Ehrlichkeit. Was diese Veränderungen in den kommenden Jahren für Unternehmen bedeutet, beleuchtet diese Studie.

Zudem werden die zentralen Treiber des Wandels beschrieben und Antworten auf die Frage gegeben, was künftig anders laufen muss, um den Nutzern von Produkten und Dienstleistungen das Gefühl zu geben, von positiven Erfahrungen berichten zu können.

Die Zukunft des Konsums | Franziska Steinle, Andreas Steinle, Thomas Huber | Juli 2013 | 114 Seiten | ISBN: 978-3-938284-77-3 | 195,- € zzgl. 7 % MwSt.

Themenschwerpunkte

Die Service-Cluster von morgen in der Übersicht:

  • Multigrafie-Märkte: Meta-Services als Angebote zum Life-Mastering
  • Unterwegs-Märkte: Die Verortung des Ich als Meta-Service
  • Talentismus-Services: Werden, wozu man bestimmt ist
  • Healthness-Services: Optimierung der Lebensenergie

In einer digital vernetzten Welt müssen künftige Dienstleistungen übergreifend, allgegenwärtig und vor allem unaufdringlich sein. Wie in einer Service-Cloud müssen sie immer dann erreichbar sein, wenn der Kunde sie benötigt. Zukünftiger Service muss sich auf die spezifischen Bedürfnisse des Einzelnen einstellen, dabei aber ganzheitlich und auf höherer Ebene funktionieren.

Möglich macht diesen Meta-Service eine umfassende Digitalisierung aller Lebensbereiche. Mit dem Wandel vom Zielgruppenansatz hin zum situativen Konsum ist der Kunde nicht mehr länger nur Konsument, sondern wird auch Sender. Er „sendet“, welche Dienstleistungen er gerade braucht – und moderne Anbieter müssen darauf reagieren können. Diese Herausforderung schafft eine Menge Chancen: Die Zeiten der Dienstleistungshölle könnten dann bald vorbei sein, vor uns läge der Service-Himmel!

Zukunftsmarkt Meta-Services
Auch die Anforderung an die Konsumenten ist hoch: Asynchrone Lebensführung, ständige Erreichbarkeit, zunehmende Rollenvielfalt, die Komplexität des Lebens steigt – und damit auch das Bedürfnis nach Support, nach neuen Meta-Services. Nach Dienstleistungen, die dabei helfen, die verworrenen Knäuel des Lebens zu entwirren. Services, die Rat und Orientierung bieten. Arrangements, die das Hin- und Herspringen zwischen Orten und Zeiten ermöglichen.

Denn aus der Option ist dabei längst eine Verpflichtung zur Selbstverwirklichung geworden – Misserfolge ausgeschlossen. Das Leben als solches wird zur Gestaltungsaufgabe. Dabei benötigen die Menschen Unterstützung. So werden sich neue Meta-Services vor allem um die verschiedenen biografischen Herausforderungen im Leben der Menschen gruppieren. Und müssen dabei gleichzeitig eine tiefe emotionale Komponente bedienen.

Vom Hyper-Konsum zum Sinnkonsum
Nach dem Discount-Hype der frühen Nullerjahre ist das Bewusstsein für Qualität wieder erstarkt. Dienstleistungen verschmelzen mit Produkten und werden zu interessanten Wachstumsfeldern.
 Für Marken und Service-Abieter wird es jetzt wichtig, den Kunden und seine Bedürfnisse kennenzulernen, zu erfassen und mit ihm zu kommunizieren. Wer dem Individuum künftig in seiner Entfaltung helfen will, muss sich mit den Services um die Schnittstellen der digitalen Identität kümmern.
 Der Konsument wird im Gegenzug sich und seine Daten zu erkennen geben – er wird transparent. Meta-Services bieten dabei enorme Chancen zur Differenzierung, zum Aufbau von Loyalität und Vertrauen.

Einblicke in die Studie


Folgende Menschen haben mit dem Thema dieses Artikels zu tun:

Andreas Steinle

Mit seinen Vorträgen will der bekennende Zukunftsoptimist Trends nicht nur sichtbar, sondern auch nutzbar machen. Die Botschaft des erfahrenen Zukunftsforschers lautet: mehr Experimente wagen.