Sicherheit Glossar

Was mit „Cyber“ beginnt, verändert den Begriff von Sicherheit – das macht den neuen Megatrend Sicherheit aus. Instanzen können keine Sicherheit mehr versprechen. Menschen sind Sicherheitsfaktoren, nicht nur Risikoträger. Unternehmen übernehmen mehr Verantwortung für ihre Sicherheit, der Staat nimmt sich zurück. Die neue Sicherheitskultur ist agil, beweglich, flexibel und auch disruptiv. Sie muss schnell Antworten geben auf die neuen Herausforderungen in der Welt der Cyber (In-)Security. 

Super-Safe-Society

Dank systematischer Bestrebungen für mehr Sicherheit wurden in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte erreicht. Zu Recht können wir sagen, dass wir in der sichersten aller Zeiten leben. Egal, welche Indikatoren man in puncto Sicherheit betrachtet, die Entwicklung ist fast überall positiv. Aus der Risikogesellschaft von einst ist in vielfacher Hinsicht eine Super-Safe-Society geworden. 

Trust Technology

Trust Technology beschreibt den Wandel, dass nicht mehr wirtschaftliche Interessen im absoluten Fokus von Technologieentwicklungen stehen, sondern sicherheitsrelevante Aspekte. Privacy by Design, ein datenschutzfreundliches Konzept für Technologien, beginnt sich durchzusetzen. Voraussetzung für Trust Technology ist zum einen Sicherheit, zum anderen aber auch die Transparenz der Funktionsweise. 

Transparenz-Märkte 

Herkunft, Regionalität und Verantwortung werden zu wichtigen Kaufargumenten. Konsumenten wollen wissen, woher die Produkte stammen und wie sie gefertigt wurden. Transparenz ist also mehr als ein Buzzword für Unternehmen, sondern ein entscheidender Hebel, um Vertrauen zu erzeugen bzw. beim Kunden zurückzugewinnen. 

E-Health

Digitale Technologien spielen bei der Gesundheitsversorgung und medizinischen Selbstkontrolle eine immer größere Rolle. Bei kritischen Biowerten können Mediziner beispielsweise eingreifen, ohne dass der Patient zum Arzt kommen muss. E-Health ermöglicht eine bessere Interaktion zwischen Patienten und Dienstleistern, schnelle und sichere Übertragung sowie die Speicherung und Verarbeitung auch komplexer Datenmengen.

Identitätsmanagement

Im Internetzeitalter gehört die Bedrohung der Identität für viele Internetnutzer zum Alltag, auch wenn sie sich dessen nicht immer bewusst sind. Umso mehr kommt es auf neue Schutzmechanismen und Konzepte des Identitätsmanagements an, die für Vertrauen sorgen – gerade hinsichtlich der Identität im Netz. 

Digital Reputation 

Die Frage, welchen Ruf und welches Ansehen Menschen genießen, wird immer stärker durch ihre Reputation in sozialen Netzwerken und die Informationen, die im Internet über sie zu finden sind, bestimmt. Das gilt in noch weit stärkerem Maße auch für die Bewertung von Unternehmen und Marken.

Predictive Analytics 

Predictive Analytics beschreibt die Auswertung und Vorausberechnung des datenbasierten Verhaltens im Netz mithilfe selbstlernender Algorithmen. In Zukunft werden semantische Auswertungen mithilfe einer Metadatenebene dabei helfen, noch präzisere Aussagen aus den Daten abzuleiten.

Privacy

Privatsphäre und Datenschutz werden in einer vernetzten Welt immer wichtiger. Privacy befindet sich im Wandel und ist künftig keine Grundvoraussetzung mehr, sondern muss aktiv erzeugt werden und wird somit zu einer technischen On-Off-Option. Privacy setzt Datenkompetenz voraus, d.h. Kontrolle über eine Situation zu haben, sein Publikum zu erkennen und zu wissen, wie sich Informationen verbreiten. 

Cybercrime

Cybercrime bezeichnet die Art von Kriminalität, die unter Ausnutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie verübt wird. Erschwert wird die Verfolgung von Cybercrime vor allem durch die Möglichkeiten der anonymen Nutzung des Internets. Unter Cybercrime fallen Verbrechensarten wie digitale Industriespionage, Identitätsmissbrauch, Verstöße gegen geistiges Eigentum oder digitale Fälschung. 

Big Data

Big Data bezeichnet die Sammlung, Verarbeitung und Analyse großer, komplexer Mengen computergenerierter Daten – individualisierte, personenbezogene ebenso wie öffentliche und geostationäre. Für ihre Speicherung, Auswertung und Weiterverarbeitung sind neue technische Tools erforderlich. Big Data gilt branchenübergreifend als Quell neuer Wertschöpfung. 

Industrie 4.0

Als vierte Industrielle Revolution oder Industrie 4.0 wird die zunehmende Digitalisierung und Virtualisierung industrieller Prozesse beschrieben. Hochvernetzt werden sie künftig ineinandergreifen und ehemals getrennte Welten von Kunden, Partnern und Lieferanten über Grenzen hinweg zu einem sinnvollen Ganzen und einer neuen Wertschöpfung verbinden. 

Flexicurity

Der Begriff, der sich aus den englischen Wörtern „Flexibility“ und „Security“ zusammensetzt, beschreibt die Notwendigkeit von Kompromissen zwischen Flexibilisierungswünschen und Beschäftigungssicherheit. Der Begriff versinnbildlicht jedoch auch den in modernen Organisationen allgegenwärtigen Konflikt zwischen angestrebter Sicherheit und notwendiger Agilität bzw. Risikobereitschaft.

Antifragilität

Der Begriff geht zurück auf Nassim Nicholas Taleb. Zukunftsfähige Systeme, also auch Organisationen, müssen nicht möglichst robust, stabil und widerstandsfähig gegen Störeinwirkungen von außen sein, sondern antifragil. Denn robuste Gegenstände lernen nicht von Schocks und halten einer Dauereinwirkung nicht immer stand. Antifragile Systeme „mögen“ Stress. Sie nutzen ihn evolutionär zu ihrer Weiterentwicklung. 

Simplexity 

Simplexity bezeichnet die einfache, intuitive Bedienbarkeit und damit Anwenderfreundlichkeit von zugleich (z.B. technisch) komplexen Systemen und Produkten. Das steigende Bedürfnis nach Simplexity, also der Wunsch nach der unkomplizierten, leicht verständlichen Anwendung technisch komplexer Geräte, ist nicht als ein Zeichen von Überforderung oder Technikfeindlichkeit zu deuten. Es geht schlichtweg um die wirklich intelligente Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Mehr über diese Trends und die weiteren Megatrends erfahren Sie in unseren Megatrend-Dossiers.

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