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Medialution
Von den Massenmedien zur digitalen Individualisierung
Kurzinfo
Der Preis dieser Publikation wurde von 220,– auf 110,– Euro reduziert.
Mit der Studie Medialution wirft das Zukunftsinstitut einen sachkundigen Blick in die Zukunft der Medien.
Die knappe Ressource Aufmerksamkeit
Der gnadenlose Verdrängungskampf um die Aufmerksamkeit und das Zeitbudget der Menschen hat längst begonnen: Im Jahre 1988 konnten die Deutschen übersichtliche 8 TV-Programme empfangen, heute sind es 308. Wir können 331 Radiosender hören und 1.942 Zeitschriften lesen. Das neue Leitmedium Internet nimmt sich bereits 12 % – rund 58 Minuten – des täglichen Zeitbudgets bei den 14- bis 49-Jährigen.
Personal Media und die Macht der Community
In dem Maße, wie sich die Individualisierung der Lebensentwürfe in allen Bereichen der Gesellschaft durchsetzt, entwickelt sich auch das neue Zeitalter von Personal Media: Mediale Communities übernehmen die Programmhoheit, Narrowcasting ersetzt Broadcasting.
Schwerpunkte
Der epochale Bruch im Mediennutzungsverhalten
Neue Mediensysteme und -formate wie MP3 und digitales Fernsehen drängen auf den Markt und setzen die Etablierten unter Zugzwang. Die Autoren dazu: „Wir sind mit einem Veränderungsschub konfrontiert, der weitaus konsequenzenreicher sein wird, als es der Bezug auf ‚Neuigkeiten‘ wie iPod, Blogger & Co. zunächst erscheinen lässt.“ Denn die Trends Individualisierung und Personalisierung finden ihren Ausdruck in einem dramatischen Wandel der Mediennutzung. Eine neue Verbraucher-Avantgarde – erzogen und „empowered“ durch den Informationshype des Internets – sorgt für die MEDIALUTION.
Worauf hat sich die mediale Gesellschaft einzustellen und wie verändern sich Medienökonomien?
Dr. Eike Wenzel und sein Autoren-Team werfen den Blick gut zwei Jahrzehnte voraus: „Zwischen 2010 und 2030 passieren in der Medienlandschaft die wichtigsten Veränderungen.“ Wie also sieht das mediale Szenario der Zukunft aus? Die Thesen der Experten sind nicht unbedingt bequem. Die Autoren reden Tacheles. Sie zeigen mit dieser Studie aber auch Perspektiven für neue Geschäftsfelder auf:
- Das Internet greift die klassischen Medien vor allem in spezifischen Nutzungs-Weisen an und wird sich als aktuelles, schnelles und meinungsstarkes Informationsmedium etablieren.
- Bereits im Jahr 2010 wird die Fernseh-Vielfalt mit der heutigen Zeitschriften-Flut am Kiosk vergleichbar sein.
- Aber: Die Menschen werden die Zeithoheit von den Medien zurückerobern – der Nutzer wird immer mehr selbst entscheiden, was er zu welcher Zeit konsumiert.
- Pay-per-View und Abo-Kultur halten Einzug ins Fernsehen.
- Die knallharte Orientierung am Erfolg revolutioniert das klassische Marketing. Wer die Wirkung der Werbung unmittelbar anhand der Verkaufszahlen misst, braucht andere Kanäle als die bisher genutzten.
- Unternehmen werden in Zukunft ihre eigenen Medien schaffen – und eine neue Ära des Kundenkontakts beginnen.
- Die Konvergenz der Medien ist das zentrale Thema der Medienentwicklung im 21. Jahrhundert. Technologien verschmelzen synergetisch und führen die Evolution der medialen Transportvehikel fort.
- „Triple-Play“, die Bündelung von TV, Telefonie und Internet, belebt den Markt und wird ein entscheidendes Zukunftstool bei der Kundensegmentierung.
MEDIALUTION ist nicht die Kannibalisierung der Medien. Doch die Uhr tickt. Wer jetzt nicht handelt, riskiert den Bedeutungsverlust.
Autor/en
Dr. Eike Wenzel ist Chefredakteur des Zukunftsletters und in Beratungsprojekten mit Unternehmen aus den verschiedensten Branchen sowie als Referent in den Bereichen Tourismus, Medien, Food, Handel und Lebenstilforschung tätig. Lesen Sie mehr »
Detlev Brechtel ist freier Autor. Nach dem Studium der Anglistik, Polit- und Kommunikationswissenschaften war er u.a. bei ZDF und 3sat tätig. Er veröffentlicht heute unter anderem in der „Wirtschaftswoche“, „Horizont“, „Frankfurter Rundschau“, „Media Spectrum“ oder dem internationalen Career-Network „Monster“.
Pressestimmen
- „12% des täglichen Zeitkontingents für Medien nutzen die 14- bis 49-jährigen Deutschen für das Internet, das sind im Durchschnitt 58 Minuten. Tendenz: steigend. Das geht auf Kosten der klassischen Medien. Die Studie Medialution des Kelkheimer Zukunftsinstituts prognostiziert, dass der Kampf ums Zeitbudget des Mediennutzers in den kommenden Jahren zu regelrechten Zeit-Kriegen führen wird. Gerade der Printmarkt, der trotz der neuen Medien immer mehr Produkte herausbringt, steht unter Druck. Medialution fragt sogar: Wann geht dem ersten Medium die Puste aus? Noch habe kein Medium die Existenzberechtigung eines anderen Mediums zerstört, aber neue Mediensysteme hätten stets die vorhandenen Systeme zu Veränderungengezwungen. Dies und weitere interessante Thesen sind zu lesen in ‚Medialution - von den Massenmedien zur digitalen Individualisierung‘ ...“, in: kressreport, 18.11.2005
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