Studien

Specials

Trenddossiers

Auftragsstudien

Zukunftsletter

Bücher

Online-Archiv

Autoren





Login











Drucken




Trendspot #57: Neo-Citys


Nachhaltige Urbanisierung ist der Schlüssel zur Zukunftsgesellschaft



Trendspot #56: Neo-CitysIn diesem Jahr lebt – zum ersten Mal in der Geschichte – die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten. 2030 werden es nach Schätzungen der Vereinten Nationen weltweit 60 Prozent sein, im Jahr 2050 fast drei Viertel. Die Stadt erlebt eine Renaissance als Lebens- und Kulturform – und ihren endgültigen globalen Siegeszug. Anders als vermutet fördert die Wissensgesellschaft nicht primär Dezentralisierung und Regionalisierung, sondern führt zu einer weiteren Verdichtung von urbanen Gebieten.

Asien: Neue Städte vom Reißbrett



Im Nahen Osten und in China treibt der Boom der Urbanisierung neue Blüten. In Dubai wachsen riesige neue Komplexe aus dem Boden und aus dem Meer: Villen-Inseln, Shopping-Malls, Bürogebäude, Wohnviertel mit zigtausenden von Einwohnern, in denen sich Freizeit-, Transit- und ökonomische Funktionen mischen. Der ägyptische Milliardär Samih Sawiris, der den Schweizer Alpenort Andermatt in eine „Alpenmetropole“ verwandeln will, baute die künstliche Stadt El Gouna am Roten Meer. In China entstehen derweil die neuen „Nachhaltigkeitsstädte“, geplant am Reißbrett und von vornherein auf geringen Energieverbrauch und Ressourcenschonung ausgelegt.

USA: Autonome Öko-Städte



In den USA entwickelt sich angesichts steigender Rohstoffpreise und eines erwachenden ökologischen Bewusstseins die Idee der „Eco Cities“. Grundidee ist eine „integrierte Vertikalität“ dieser Städte: Versorgungs- und Logistikfunktionen werden nicht mehr in die Fläche externalisiert, sondern in die Innenstädte integriert. Gebäude produzieren Energie, städtische Freiräume dienen der Lebensmittelproduktion, Natur und Architektur werden deutlicher und konsequenter miteinander verwoben. Damit steigt die Effektivität der Energienutzung und die Versorgungskosten sinken. Urban Farming ist einer der wichtigsten Begriffe der neuen Stadtarchitektur. „Ökologische Städte müssen Landwirtschaft betreiben“, sagt Jack Smith, Präsident des „Urban Agriculture Network“. Mit intensiver Nahrungsproduktion an den Rändern oder inmitten der Stadt soll der ökologische Fußabdruck der Bewohner verringert werden. Hier drei weitere Beispiele für Neo-Citys:

  • Hypermodernes Ökotopia: Die Planer von Dongtan City bei Shanghai haben die Idee der Gartenstadt neu definiert und ökologisch- technologisch aktualisiert. Aus dem Stadtkern der geplanten 500.000-Einwohnerstadt mit der Fläche Manhattans sind Autos verbannt, Mobilität erfolgt zu Fuß oder mit dem Fahrrad, Infrastruktur und Planung stammen zum Teil aus deutscher Hand. Bis zu 100 Prozent der benötigten Energie soll aus erneuerbaren Ressourcen stammen.
  • Stadt der Zukunft: In New Songdo City im Süden von Seoul ist alles auf Digitalität getrimmt – Breitbandnetze in jeder Wohnung und in jedem Büro, dazu aber eine grüne und „europäische“ Stadtstruktur mit vielen Freiflächen und einem riesigen Park, umgeben von Kanälen. Voraussichtliches Datum der Fertigstellung: 2020 (www.new-songdocity.co.kr).
  • Ein einfacheres und ökologischeres Leben: Mehr Nachbarschaft statt Konsum, mehr soziale Bindungen statt Autos – diese Maxime wird jetzt auch für urbane Konzepte fruchtbar gemacht. Das Planungsgebiet der Downshifting-City „SocióPolis“ befindet sich am Stadtrand von Valencia in Spanien. Die besondere Stadtarchitektur stellt sich den Pluralitäten und Asymmetrien der globalisierten Welt und gibt eine Antwort auf die vielfältigen und hybriden Lebensstile darin. Neben dem Ziel der Förderung und Entwicklung der besseren sozialen Interaktion der Bewohner sieht der Masterplan der autofreien Stadt vor, jedem Gebäude ein Grundstück mit landwirtschaftlichen Nutzflächen zuzuordnen (www.sociopolis.net).

Fazit: Insgesamt wird der Lebensstil der Menschen in Zukunft vor allem durch Kreativität, aber auch durch gestiegene Bemühungen für ein nachhaltiges und gesundes Leben geprägt sein. Der Creative Lifestyle geht stark einher mit dem Green Lifestyle der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability). Dieser findet in den globalen Hot Spots statt, wo die Kreativen ideale Voraussetzungen für ihr kulturelles und materielles Wohlergehen vorfinden.


Veröffentlichung:
August 2007

Autor(en):
Redaktion Zukunftsinstitut

Quelle:
Trendspot

Preis:
kostenfrei

Schlagwörter / Kurzbeschreibung:
In diesem Jahr lebt – zum ersten Mal in der Geschichte – die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten. 2030 werden es nach Schätzungen der Vereinten Nationen weltweit 60 Prozent sein, im Jahr 2050 fast drei Viertel. Die Stadt erlebt eine Renaissance als Lebens- und Kulturform – und ihren endgültigen globalen Siegeszug. Anders als vermutet fördert die Wissensgesellschaft nicht primär Dezentralisierung und Regionalisierung, sondern führt zu einer weiteren Verdichtung von urbanen Gebieten. Asien: Neue Städte vom Reißbrett USA: Autonome Öko-Städte

Thema
keine Spezifizierung

Megatrends
keine Spezifizierung

Branchen
  • Homelife / Architektur / Design



zurück zum Suchergebnis »




Seitenanfang


Drucken

  Sitemap | Presse | AGB | Disclaimer | Impressum | © 2010 Zukunftsinstitut GmbH





 Suchen:










   in WEBSITE
   in ARCHIV




   Future Circle
   Membership





   Wir über uns
   About us




   Kontakt
   Anreise




   Newsletter
   Podcast | RSS




   Kongresse &
   Veranstaltungen