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Für Entscheider in Management & Marketing

 

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Mit dem monatlichen Zukunftsletter erhalten Sie:

  • Jeden Monat kompaktes Trendwissen auf 8 Seiten aufbereitet
  • Ein Frühwarnsystem für Veränderungen im Markt und daraus resultierende neue Umsatzchancen für Ihr Unternehmen
  • Informationen zu den weltweit wichtigsten Innovationen in Trend- und Nischenmärkten
  • Wertvolle Trendentwicklungen und Zukunftsideen für den Blick über den Tellerrand
  • Zusätzlich vier bis sechs Spezialausgaben im Jahr zu Themen wie „Future Firms“ oder „Märkte von morgen“


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Matthias Horx über den Zukunftsletter



 



Editorial der Ausgabe März 2010

Aschenbrödel oder iHysterie?


Trendkompetenz in einer komplizierten Welt

Matthias Horx 
Matthias Horx
Eike Wenzel
Dr. Eike Wenzel

Die Welt ist also doch keine Scheibe, sondern vielgestaltig und äußerst komplex. Vorhersagen, was in den nächsten Jahren zu erwarten ist, werden immer schwieriger. Es hilft nichts, wir müssen alle selbst an unserer Trendkompetenz arbeiten. Die Finanzkrise war das grellste Beispiel dafür, dass uns die großen Konjunkturprognosen für das eigene Business, den eigenen Markt nicht mehr weiterhelfen. Trendkompetenz in einer komplizierten und maximal beschleunigten Welt möchten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, auch in unserer aktuellen Ausgabe des Zukunftsletters vermitteln. Und wir haben wieder viele Beispiele für Sie aufbereitet, die Ihnen zeigen, dass Marktverstehen ein komplizierter Vorgang ist. Aber Sie gehören dann zu den Gewinnern von morgen, wenn Sie in der „Era of Unpredictability“, dem Zeitalter, in dem Langzeitvorhersagen immer zweifelhafter werden, vor allem Ihren eigenen Standpunkt finden (ihn aber auch permanenter Hinterfragung aussetzen).

Am Schwerpunktthema Mobilität (S. 4–5) wird das besonders augenfällig. Nehmen wir nur die fast hysterische Aufregung um Apples App-Stores. Der Lifestyle-Gigant aus Cupertino hat damit einen sagenhaften Nutzungsboom ausgelöst. Aber 80 % der Zauber-Apps stehen umsonst zur Verfügung. Wollen Sie das? Wenn Sie Ihre Kunden – wie es Apple meisterhaft gelingt – auf Ihre Marke eingeschworenen haben, sicherlich schon. Wenn Sie aber (wie andere Wettbewerber, sagen wir Nokia, Motorola oder Blackberry) nicht nur auf den Early-Adopter-Markt in den reichen Ländern abzielen, sollten Sie sich nicht auf das gehypte Geschäftsmodell der Wunder-Apps verlassen. Schauen Sie sich dann die Nutzerzahlen im globalen Maßstab an, und Sie stellen fest, Blackberrys punkten auf wichtigen Zukunftsmärkten wie Indonesien (das viertgrößte Land der Welt!) oder Südamerika. Und sie tun es – in Großbritannien gerade auch bei jungen lifestyligen Konsumenten – mit Produkten, die wenig Apple-like sind, dabei sich aber auf eine milliardenschwere Aschenbrödel-Technologie wie die SMS verlassen.

Wir leben in einer multipolaren Welt, mit Kunden, die immer schwerer auszurechnen sind. Trendkompetenz bedeutet nicht, Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit wackligen Langfristprognosen vertraut zu machen. Trendkompetenz bedeutet: Komplexität zuzulassen und dabei eine klare Positionierung für das eigene Denken zu finden.

Dafür stellen wir Ihnen den Zukunftsletter zur Verfügung!

Herzlich, Ihr

Matthias Horx und Dr. Eike Wenzel

matthias.horx@zukunftsinstitut.de

Weitere Themen der März-Ausgabe:

  • Zukunftsmarkt Getränkeindustrie: Wie sich Tee am Getränkemarkt in die Poleposition zu bringen versucht
  • Zukunft der Gesundheit: Die wichtigsten Innovationen auf dem Schlüsselmarkt Diabetes
  • Marketing-Trends: Wo 2010 der Aufschwung stattfindet: Mobile Kommunikation
  • Recruiting 2010: 4 Trends, wie die Mitarbeitersuche in Zukunft funktioniert
  • Gastronomie: Wie Kooperationsmarketing aus der Krise führt
  • Marketing: Die Wiederentdeckung des Point-of-Sale
  • E-Commerce: China geht online
  • Interview mit Jens Bode: Warum Investition in Innovation zum Gebot der Stunde wird

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Editorial der Sonderausgabe „Future Retail“, März 2010:

Stationär hat Zukunft


Warum der Einzelhandel sich vor dem E-Commerce nicht verstecken muss

Noch ist es nicht zu spät – der stationäre Handel muss sich im Kampf um Gewinne und Marktanteile gegen die Billigheimer und zahllosen Internethändler dieser Welt nicht geschlagen geben. Die Einkaufsstraßen unserer Metropolen werden durch das Kaufhaussterben auch nicht veröden, wie all zu oft negativ spekuliert wird. Und ebenso werden die Menschen auch nicht mit ihrem Sofa verwachsen, weil sie nur noch von zuhause aus über das Internet bei Amazon, eBay & Co. einkaufen. Auch wenn der Siegeszug des E-Commerce in den letzten Jahren schier unaufhaltsam voranschritt, können wir Ihnen in dieser Spezialausgabe des Zukunftsletters ein Stückchen weit Entwarnung geben: Die Zukunft des Einzelhandels sieht besser aus, als viele vermuten!

Denn eines hat sich uns in den letzten Jahren ganz deutlich gezeigt: Versucht der stationäre Handel im Kampf gegen den E-Commerce und die Discount-Konkurrenz die gleichen Waffen einzusetzen – also bei den Konsumenten nur über das Argument „günstigster Preis“ zu punkten –, kann er nur verlieren. Er muss sich im Zeitalter der digitalen Vernetzung wieder auf alte Stärken besinnen: Beratung, Individualität, Erreichbarkeit, als Treffpunkt für interessierte Konsumenten fungieren und – nicht zuletzt – auf seine Verführungskünste setzen.

In unserem Retail-Special haben wir für Sie die wichtigsten Trends im Handel zusammengetragen, die uns den Weg in die Zukunft weisen. Discounter, die dem Smart-Basic-Prinzip zu neuer Blüte verhelfen, Finanzdienstleister, die ihr kostümhaftes Image aufgelockert haben, und Beispiele von Einzelhändlern, die das Internet nicht scheuen, sondern es vielmehr dafür einsetzen, um die mobilen Konsumenten in ihr Geschäft zu lotsen und sie stärker an sich zu binden. Bei unseren Recherchen sind wir aber auch auf völlig neue Interpretationen von „Kiosk“ gestoßen, auf grüne Spielwiesen in Fußgängerzonen und auf Kreativ-Werkstätten, die es geschafft haben, den Point-of-Sale neu zu verzaubern.

Künftig werden sich die Diskussionen um die Zukunft des Retailgeschäfts also weniger um die Frage drehen, ob die Einzelhändler im Wettbewerb gegen das Internet bestehen können. Wer mehr Umsätze machen möchte, der muss noch stärker mit Gespür, Sensibilität und Empathie auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Konsumenten eingehen. Dann gelingt auch die (Wieder-)Aufwertung des realen Verkaufsortes – während die weiteren Tiefpreiskämpfe möglicherweise Sache der Online-Händler bleiben.

Herzlich,
Matthias Horx und Dr. Eike Wenzel

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