7 Publikationen, die gerade in der Corona-Krise Orientierung liefern

Lektüreempfehlungen vom Zukunftsinstitut – um sicher durch die Krise zu kommen, frische Ideen zu entwickeln und danach wieder gut zu starten.

Bild: Unsplash/Anete Lūsiņa

Wie titelte das Wirtschaftsmagazin brand eins während der Finanzkrise – auch schon wieder so lange her – unvergesslich: „Keine Panik, das ist schon wieder nicht das Ende.“ Natürlich ist auch die Corona-Krise nicht das Ende. Sie bringt aber viele vertraute Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft zum Erliegen. In solchen Zeiten des erzwungenen Stillstands schauen wir uns verwundert um und fragen: Was ist los? Wann geht es weiter? Und vor allem: Wie geht es weiter?

Wir vom Zukunftsinstitut möchten Ihnen dabei helfen, diese Fragen zu beantworten. Denn wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen und Unternehmen zu helfen, ihre Zukunft als Möglichkeitsraum zu erkennen und Mittel und Wege für die Gestaltung dieser Zukunft zu entdecken. Hierfür wollen wir Orientierung bieten, Sicherheit geben und zukunftsweisende Ideen vermitteln. Das tun wir unter anderem mit unseren Publikationen, die von unseren erfahrenen Redakteurinnen und Researchern sowie einem starken Netzwerk der besten Expertinnen geschrieben werden.

Speziell für die Zeit der Corona-Krise möchten wir Ihnen einige unserer Publikationen besonders zur Lektüre empfehlen. Es sind Publikationen, die für das Verständnis der aktuellen Lage, aber vor allem für die Gestaltung der Zukunft nach der Krise von größtem Nutzen sind. Davon sind wir überzeugt.

Leseliste für die Corona-Krise

Die Corona-Krise hat die Grundlagen unseres gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Miteinanders erschüttert, auf unbestimmte Zeit. Wir erlebten ein unkontrollierbares Kollabieren unseres Alltags und der Welt, wie wir sie kannten – und zugleich die Öffnung völlig neuer Möglichkeitsräume. Wie wird diese Tiefenkrise unser Leben und Wirtschaften verändern?

Die Trendstudie Die Welt nach Corona betrachtet die gerade jetzt neu entstehenden Möglichkeitsräume. Denn die Krise ist viel mehr als nur eine wirtschaftliche Katastrophe. Sie macht bisherige Blindspots sichtbar und eröffnet neue Perspektiven. Alternative Formen des Zusammenlebens und -wirtschaftens, die zuvor eher in Nischen existierten, erhalten einen immensen Auftrieb, etwa Minimalismus, Achtsamkeit oder neue Maßstäbe wirtschaftlichen Erfolgs. Die Krise macht zukunftsweisende Wege des Wirtschaftens und Zusammenlebens auf unmissverständliche Weise plausibel. Die Trendstudie zeogt diese auf und stellt damit einen Leitfaden für die Post-Corona-Realität dar, auf die Unternehmen hinarbeiten können.

Mit unerwarteter Plötzlichkeit und Vehemenz unterbricht die Corona-Krise unsere Wachstumslogik. Unsere Wirtschaft erweist sich als unfassbar anfällig, weil sie einseitig auf Wachstum ausgerichtet ist. Doch die Krise zeigt uns drastisch, wie unsicher wirtschaftliches Wachstum geworden ist. Nicht kontinuierliche Steigerungsraten, sondern Brüche, Einbrüche und Umbrüche prägen die wirtschaftliche Landschaft. Einseitiges Wachstumsdenken führt in eine mentale Sackgasse. Solche nicht hinterfragten Mindsets sind gefährlich für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen – vor allem, wenn sich Umwelten und Kontexte radikal und unüberschaubar ändern.

Immer mehr verbreitet sich deshalb ein neues Mindset, ein neues Verständnis, das Wachstum nicht als eine rein ökonomische Kategorie begreift, sondern als Kombination mit gesellschaftlichen, ökologischen – und menschlichen Aspekten. Dieses Wachstumsverständnis verlangt, Wirtschaft generell anders zu denken. Die Fixierung auf reine Wachstumsmaximierung hat in diesem Mindset ausgedient, denn sie führt in ökologische und soziale Sackgassen – und schränkt auch unternehmerische Entscheidungsfreiheiten immer stärker ein. Sie ist, das zeigt auch der wirtschaftliche Einbruch infolge der Corona-Krise, nicht zukunftsfähig.

Die Trendstudie Next Growth liefert zukunftsweisende unternehmerische Perspektiven und Orientierung. Sie zeichnet ein Bild der nächsten Wirtschaft, in der das Wachsen-Müssen abgelöst wird vom Wachsen-Können und -Dürfen. Next Growth ist ein Leitfaden für Entscheider, die sich auf die Ökonomie der Zukunft einstellen wollen.

Müssen wir über Gesundheit reden? Natürlich müssen wir das! Wann wäre dieses Thema bedeutsamer gewesen als es jetzt ist, wo die Welt durch die Corona-Pandemie erschüttert wird?

„Manchmal“, so Corinna Mühlhausen, Autorin des Health Report 2020, „wünscht man sich auch als Zukunftsforscherin, man hätte ein bisschen weniger Recht mit einer Prognose gehabt. Im Falle des Coronavirus trifft diese Einschätzung mit besonderer Dramatik zu. Als wir im November 2019 in unserem Health Report über den Trend ‘Germophobia’ berichteten, war dieses Virus natürlich längst in der Welt – doch wohl niemand hätte absehen können, wie schnell sich die Beschreibung von Keimen, die sich zu einer globalen Bedrohung ausweiten, bewahrheiten würde.“

Aus Sicht der Trend- und Zukunftsforschung lautet eine ganz wichtige Erkenntnis aus der aktuellen Corona-Krise: Gesundheit ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Zukunftsthemen. Sie ist der Schlüssel zu allem – die Voraussetzung für Leistungsfähigkeit und die Partizipation am beruflichen Leben, der Teilhabe an einer aktiven Freizeit und nicht zuletzt Bedingung für das Funktionieren von Ökonomie und sozialem Zusammenhalt. Auf dem Feld der Gesundheit warten enorme Herausforderungen – und Chancen.

Der Health Report 2020 erklärt die wichtigsten Trends, Entwicklungen und Zukunftsthemen der Gesundheitsmärkte. Mit Brancheninsights, Themenschwerpunkten und Best Practices aus aller Welt ist er eine unverzichtbare Grundlage für Zukunftsentscheidungen, die sich mit der Gesundheit von Körper, Geist und Seele beschäftigen.

Als Konstanten des Wandels liegt in den Megatrends jene Zukunft eingeschrieben, mit der wir uns als Gesellschaft schon längst angefreundet haben. Das gilt auch in krisenhaften Situationen. Wer die Megatrends kennt, der begreift, welche Treiber in jedem Moment am wirkungsvollsten sind. Er kann die Zukunft souverän gestalten.

Die Megatrend-Dokumentation ist die größte und detaillierteste Sammlung zu den globalen Veränderungsprozessen in Wirtschaft und Gesellschaft. Mit über 450 Seiten Analysen, Interpretationen, Prognosen und mehr als 260 Statistiken liefert sie die optimale Grundlage für das Verständnis der Gegenwart und alle strategischen Entscheidungen, die eine gute Zukunft ermöglichen.

Corona hat das Thema Klimawandel ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Doch auch das Virus rückt uns allen ins Bewusstsein, dass wir ein Teil der Natur sind – und dass wir mit unserem Handeln massiv Einfluss darauf nehmen, wie unsere Umwelt beschaffen ist und sich auf uns auswirkt. Das Virus ist ein monokausales und temporäres Ereignis, dem wir mit medizinischen und politisch-sozialen Maßnahmen begegnen – ein Ereignis, das sich jederzeit wiederholen kann. Der Klimawandel hingegen ist ein komplexes und andauerndes Phänomen. Für beide Entwicklungen ist Neo-Ökologie ein maßgeblich beeinflussender Faktor. Sie zielt auf die aktive Gestaltung einer lebensfreundlichen Umwelt und unseren Umgang mit dieser Umwelt und wird das kommende Jahrzehnt stärker formen als jeder andere Megatrend.

Die Corona-Krise und der Klimawandel sind zwei maßgebliche Gründe dafür, dass ein neuer Zeitgeist, der sich über viele Jahre seinen Weg aus der Nische in den Mainstream gebahnt hat, jetzt tief im kollektiven Bewusstsein verankert ist: ein neues Umweltbewusstsein. Es bringt neue Marktlogiken und neue Kundenbedürfnisse hervor, disruptiert Geschäftsmodelle und stellt das System Wirtschaft auf den Kopf. Unternehmen, die zukunftsfähig bleiben wollen, müssen Neo-Ökologie zum Teil ihrer DNA machen.
Das neue Umweltbewusstsein ist zentrales Element einer neuen Globalkultur und die Basis für aufstrebende Lebensstile und neue Konsummuster – bis hin zu einem neuen Menschenbild. Die Trendstudie Neo-Ökologie zeigt unter anderem, welche Werte aus dem neuen Umweltbewusstsein entstehen, wie sie unser Denken und Handeln prägen und welche neuen Märkte daraus wachsen werden. Sie bietet hochaktuelle und wichtige neue Perspektiven für Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Corona-Krise ist ein Stresstest für Gesellschaft und Wirtschaft, den wir in dieser Form noch nicht erlebt haben. Um sie zu bestehen, benötigen Unternehmen ein Höchstmaß an Resilienz – die Fähigkeit, eine Krise gut durchzustehen und sich hier-für gegebenenfalls zu verändern, anzupassen. Sie wird durch kluges und besonnenes Handeln gestärkt, beruht aber insbesondere auf den einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jedes Unternehmens. Um die Resilienz des Unternehmens zu fördern, ist es wichtig, die verschiedenen Lebensstile der eigenen Mitarbeiterinnen zu kennen und zu wissen, welche davon in einer Situation wie jetzt besonders produktiv sind – welche die Resilienz des Unternehmens stärken. Das Workbook Human Resource Management bietet hierfür eine starke und wirkungsvolle neue Methode. Sie beruht auf dem bewährten Lebensstil-Modell sowie einem Set an erprobten Werkzeugen. Damit wird sie der heutigen Personalsituation in einzigartiger Weise gerecht.

Das Workbook ermöglicht auch ein völlig neues, ungeahnt wirkungsvolles Recruiting. Denn nicht nur, aber insbesondere in Krisenzeiten benötigen Unternehmen Mitarbeiter, die genau zu ihnen und den vorhandenen Aufgaben passen. Doch der Arbeitsmarkt ist so vielfältig und komplex wie nie zuvor. Wie finden Unternehmen unter diesen Bedingungen die passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Wie gelingt die erfolgreiche Ansprache im Recruiting-Prozess und was ist die Basis für ein langfristig gutes Beziehungsverhältnis? Für diese Fragen liefert das Workbook Antworten und die passenden methodischen Schritte. Mit seiner Hilfe entwickeln Unternehmen die Grundlagen für die zielgenaue Ansprache genau derjenigen Menschen, die sie wirklich brauchen und die optimal zu ihnen passen. Auch in schwierigen Zeiten ermöglicht das Workbook ein absolut zukunftsfähiges Human Resource Management.

Dass Emotionen unsere Gesellschaft dominieren und die Wirtschaft von morgen prägen, führt die Corona-Krise eindringlich vor Augen. Die Krise und die radikalen Maßnahmen, die sie mit sich bringt, manifestieren sich als ein mentales Problem, das Menschen in vielfältige Sorgenkaskaden führt – und Unternehmen tiefgreifend verunsichert. Wie wir mit diesen Emotionen umgehen, wird deshalb entscheiden, wie lange wir an den Folgen der Krise leiden werden. Gerade in Krisenzeiten ist ein reflektierter Umgang mit Emotionen für Unternehmen wichtiger denn je, um zukunftsweisende Entscheidungen treffen zu können.

Auch jenseits des akuten Krisen-Kontexts werden Emotionen in Zeiten der Vernetzung und Mehrdeutigkeit zum zentralen Treiber. Um diese unbändige Kraft der Emotionen in produktive Energie umwandeln zu können, brauchen Unternehmen ein umfassendes Verständnis der Emotional Economy. Dies leistet die Trendstudie Siegeszug der Emotionen. Ihre zentralen Fragen lauten: Wie können Unternehmen die noch lange nicht genutzten Chancen einer emotionalisierten Gesellschaft ergreifen? Und welche konkreten Handlungen müssen sie setzen, um in der intensivsten Wirtschaft aller Zeiten zu bestehen? Die Trendstudie liefert Unternehmen konkrete Hilfestellungen, um diese Fragen für sich selbst klug und vorausschauend zu beantworten. Denn die Ära der Emotionen hat gerade erst begonnen.



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