Hybrid Spaces: Ende der Konsumpaläste

Laut der YouGov-Studie 2014 besuchen nur 24 Prozent der Deutschen regelmäßig ein Kaufhaus, vor allem für die jüngere Generation sind Karstadt & Co. wenig attraktiv. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen: Wir steuern auf das Ende des Kaufhauses und des Einkaufszentrums in ihrer derzeitigen Form zu. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass alle Kaufhäuser verschwinden, aber ein Umdenken und neue, innovative Konzepte werden nötig. Je nach Standort, im Zentrum oder am Stadtrand, gibt es unterschiedliche Lösungsansätze, um mit dem Ende der klassischen Konsumpaläste umzugehen.

Mischnutzung: Vielfalt statt Homogenität 

In den großen Metropolen wie auch in Kleinstädten gibt es bereits einige erfolgreiche Konzepte, die ein Beispiel für die Wiederbelebung der ehemals homogenen Einkaufswelten setzen. Neue Mischnutzungen bieten vielfältige Möglichkeiten, die Geschäfte mit Büroflächen, Arztpraxen, Unterhaltungsangeboten, Gastronomie und mancherorts sogar Wohnungen zu kombinieren. Fast wie in einer europäischen Stadt werden hier verschiedene, sich gegenseitig positiv beeinflussende Anziehungspunkte geschaffen. Diese komplexen Systeme kombinieren verkaufsfördernd verschiedene Nutzungssituationen. So kann nach dem Besuch im viel besprochenen Restaurant gleich nebenan noch schnell eingekauft werden. Mischnutzungen bieten Anziehungspunkte, die immer auch Nebeneffekte auf Nachbarnutzungen haben. Das Einkaufen selbst ist nicht mehr Magnet, sondern wird sehr praktisch mit anderen Erledigungen kombiniert.

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