Digital Impact: Von Konversion zu Disruption

Die Digitalisierung stellt die Geschäftswelt in beinahe allen Aspekten auf den Kopf. Doch wie passiert das – und wie können Firmen davon profitieren, anstatt zu kapitulieren?
Franz Kühmayer / Race against the Machine (09/2016)

Unternehmen wie Google oder Facebook waren nie etwas anderes als Digital Enterprises, sie sind "digital by design" und überrollen mit ihrer beispiellosen Effizienz und Reaktionsschnelligkeit ganze Märkte und Branchen. Dabei setzen sie neue Maßstäbe für Kundeneinbindung und -interaktion. Unternehmen aus traditionellen Bereichen stehen damit vor der gewaltigen Herausforderung, ihre Geschäftsprozesse an die Bedingungen einer zunehmend digitalisierten Welt anzupassen – oder sie komplett zu ändern.

Unabhängig von der Branche und Stellung eines Unternehmens in seinem Segment werden sich Firmen aller Größe in den nächsten fünf Jahren in einem völlig veränderten Wettbewerbsumfeld wiederfinden. Wie schnell der Wandel voranschreitet und auch Giganten hinwegfegt, zeigt die Tatsache, dass 37 Prozent der noch vor zehn Jahren im S&P 500 vertretenen Unternehmen aus diesem Index der erfolgreichsten Firmen der USA ausgeschieden sind. Der Wandel geschieht dabei in drei Phasen: Konversion, Transformation und Disruption.

Phase 1: Konversion

Am Anfang des digitalen Wandels werden bestehende Abläufe und Produkte von der analogen in eine digitale Form überführt, ohne dabei zunächst die Grundlagen zu verändern. Im betrieblichen Ablauf ist das etwa das Ersetzen des papierbasierten durch einen elektronischen Workflow. Im B2C-Segment ist die Fotografie eines der klassischen Beispiele: Prägten "Kodak Moments" für Generationen die Erinnerungen von Menschen, wurde der Analogfilm in kurzer Zeit von der Digitalfotografie hinweggerafft, und mit ihm die Eastman Kodak Company, der der Sprung ins digitale Zeitalter nicht gelungen war. Und das, obwohl Menschen immer noch und mehr denn je fotografieren.

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