Future People 2021: Die Gerechtigkeitsliga

Solidarität, Nächstenliebe und Zusammenhalt, Entschlossenheit, Standhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Mut – das sind die Tugenden der Gerechtigkeitsliga. Diese Menschen sind Vorbilder, die uns daran erinnern, wie wichtig es ist, hinzuschauen, aufzustehen und sich mit guten Ideen gegen Ungerechtigkeit einzusetzen. Und damit auch: für eine bessere Zukunft zu kämpfen. – Ein Auszug aus dem Zukunftsreport 2021.

Illustrationen: Sabrina Katzenberger

Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt

Im Rahmen ihrer Sendung „Joko & Klaas gegen ProSieben“ können die beiden TV-Moderatoren 15 Minuten Sendezeit gewinnen und frei gestalten. Die erspielten Zeitfenster nutzten sie 2020 unter anderem, um auf Rechtspopulismus, Sexismus und die akute Not im Flüchtlingslager Moria aufmerksam zu machen. Insbesondere das Video „Männerwelten“ sorgte für einen heftigen Aufschrei: Prominente Frauen teilten ihre Erfahrungen von alltäglichen Übergriffen – und hielten so der Gesellschaft den Spiegel vor Augen.

Maria Kalesnikawa, Weranika Zepkala und Swjatlana Zichanouskaja

Nachdem der belarussische Autokrat Lukaschenko die politische Konkurrenz bei der Präsidentschaftswahl 2020 ausschloss und teilweise sogar inhaftieren ließ, stellte sich Swjatlana Zichanouskaja, die Ehefrau eines der Opfer, aus Protest selbst als Kandidatin auf. Unterstützt wurde sie von Weranika Zepkala, der Frau eines ebenfalls unterdrückten Oppositionellen. Die Musikerin Maria Kalesnikawa trat ebenfalls als Kandidatin an, um gegen die antidemokratischen Maßnahmen zu demonstrieren. Die drei mutigen Bürgerrechtlerinnen stehen symbolisch für den demokratisch-feministischen Widerstand gegen das repressive System in Belarus.

Azzi Memo

Für den Benefiz-Song „Bist Du wach?“ brachte der Hanauer Rapper mit kurdischen Wurzeln Hip-Hop-Größen wie Kool Savas, Manuellsen, Nate57 und Veysel zusammen, um gemeinsam an die Opfer des rechten Terroranschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau zu erinnern und ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.


Seda Ardal

Die Gründerin der „Initiative 19. Februar Hanau“ war persönlich bekannt mit einigen Opfern des rechten Terroranschlags. Mit ihrem Engagement will sie nicht nur das Gedenken an die Opfer am Leben halten und die Menschen in Hanau praktisch unterstützen, sondern auch die Gefahren des Waffenerwerbs und -besitzes ins kollektive Bewusstsein bringen.

Patrisse Cullors, Alicia Garza und Opal Tometi

Die drei US-Bürgerrechtlerinnen gründeten bereits 2013 die Bewegung Black Lives Matter (BLM), als Reaktion auf den rassistischen Mord an einem schwarzen Jugendlichen. Nach dem grausamen Tod des Schwarzen George Floyd, ausgelöst durch einen weißen Polizisten in Minneapolis, wurde der BLM-Protest 2020 erneut auf die Straße getragen. Die Gründerinnen sind weiterhin aktiv im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit: Cullors initiierte 2020 ein Projekt zur Bekämpfung von Polizeigewalt in Gefängnissen, Tometi und Garza gründeten Plattformen, um die weltweite Black Community zusammenzuführen.


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