Stadt Kloten – Strategie- und Visionsentwicklung

Mit dem Zukunftsinstitut als inhaltlichem Sparringspartner entwickelte die Stadt Kloten Strategie und Vision, um sich langfristig in einem herausfordernden Umfeld zu behaupten.

Grafik: Stadt Kloten/Zense

Herausforderung

Die Schweizer Stadt Kloten ist kommerziell, aber auch kulturell, einem großen Konkurrenzdruck gegenüber Zürich sowie seinen anderen Agglomerationen ausgesetzt. Der Landesflughafen Zürich-Kloten prägt die rund 20 000 Einwohner zählende Stadt maßgeblich, indem er für 37 000 Arbeitsplätze verantwortlich zeichnet – Tendenz steigend. Die Stadtbevölkerung gestaltet sich mit etwa 120 vertretenen Nationen äußerst divers und unterliegt zudem einer hohen Fluktuation: Innerhalb von 5 Jahren zieht ungefähr die Hälfte der Bevölkerung aus Kloten weg und zu. In der Stadt gibt es verhältnismässig viele Single- und nur wenige Familienhaushalte. Hinsichtlich neuen Wohnraums verfügt Kloten über keine Reservezonen und muss sich deshalb zwangsläufig „nach Innen“ entwickeln. Als eine der wenigen Agglomerationsstädte im Kanton Zürich weist Kloten einen positiven Pendlersaldo auf, was die gesamte Infrastruktur, insbesondere das Straßennetz, beeinflusst. 

Um vor diesem Hintergrund zukunftsfähige Konzepte und Entscheidungen umzusetzen und Kloten langfristig erfolgreich aufzustellen, wandte sich der Stadtrat an das Zukunftsinstitut. Ziel war es, den Strategieprozess für die Stadt Kloten neu zu gestalten und gesellschaftliche Trendentwicklungen (Megatrends) mit in die Überlegungen einfließen zu lassen. Die Diversität der Stadt, die vielen Sprachen und unterschiedlichen Lebensformen, sollten dabei als besondere Stärke genutzt werden. Partizipation ist der Stadt bei all ihren Projekten wichtig und wird gelebt, um den Entscheidungsfindungsprozess zu verbessern. Ebenfalls wichtig ist Kloten die Eigeninitiative seiner Bürger, die anerkannt, unterstützt oder durch Verfügbarkeit von Infrastruktur gefördert wird. Potenziale, die Menschen und Orte in Kloten mit sich bringen, sollen stets genutzt werden.

Prozess

Das Zukunftsinstitut leitete die Entwicklung einer entsprechenden Strategie und Vision für Kloten inhaltlich sowie methodisch. Die punktuelle Einbindung von Interessengruppen, bspw. die BürgerInnen Klotens, war dabei ein wesentlicher Bestandteil. So gelang es unter Einsatz der vom Zukunftsinstitut entwickelten Methode Future „Die Future-Room-Methode hilft enorm, alte Denkmuster zu verlassen, den Beobachtungshorizont zu erweitern und so zu wirklich zukunftsweisenden Aussagen zu gelangen!“ Room, in kurzer Zeit die strategischen Hebel für die Entwicklung der Stadt Kloten zu identifizieren und die nötigen strategischen Konsequenzen abzuleiten. „Die Future-Room-Methode des Zukunftsinstituts hilft enorm, alte Denkmuster zu verlassen, den Beobachtungshorizont zu erweitern und so zu wirklich zukunftsweisenden Aussagen zu gelangen!“, beschreibt Thomas Peter, Verwaltungsdirektor der Stadt Kloten, das Besondere an der Zusammenarbeit (zum gesamten Interview).

Der Prozess umfasste u. a. einen Workshop mit dem Stadtrat, aus dem sich eine Bevölkerungsumfrage entwickelte, die im Herbst 2017 Inputs von 660 Klotenerinnen und Klotenern lieferte. Die anschließende Analyse und Interpretation des Zukunftsinstituts wurde in einem gemeinsamen Think Tank mit Schlüsselpersonen aus dem Klotener Gewerbe sowie dem Gemeinderat weiter ausgearbeitet und im Zuge dessen die für Kloten besonders relevanten Megatrends identifiziert. Auf dieser Basis und durch die Einbindung der Bürger, sowie externer Experten und Expertinnen, wurde ein erstrebenswertes Zukunftsbild entwickelt, welches von allen Beteiligten getragen wird.

Ergebnis

Aus diesem partizipativen Prozess und in Anlehnung an die Megatrends entstand so die Strategie 2030 des Stadtrates. Diese strategische Neuausrichtung sowie das Zukunftsbild der Stadt Kloten 2030 dienen Legislaturperioden übergreifend als Orientierungspunkt für alle in die Stadtentwicklung involvierten Personen (behördliche und politische Verwaltungsapparate sowie Wirtschaftstreibende und Bürger). Es sorgt für eine gemeinsame Grundlage, um Offenheit, Mitsprache und Dialog, Infrastruktur- und Quartierentwicklung, Verkehrs- und Wohnkonzepte etc. in Kloten langfristig in eine gemeinsame Richtung zu entwickeln. Mit der neuen Strategie 2030 verbindet der Stadtrat Menschen, Orte und Potenziale in Kloten.

Gemeinsam wurde ein Evaluationsmodell geschaffen, nach welchen Kriterien und an welchen Stellen Partizipation Sinn macht. Daraus entstand u. a. die Plattform kloten2030.ch, auf der Ideen und Inspirationen für die Stadt eingebracht werden können und bereits realisierte Ideen dokumentiert sind. Hier findet sich auch eine kompakte visuelle Darstellung der Vision der Zukunft von Kloten, die in Zusammenarbeit mit der Zense GmbH gestaltet wurde. Als Zukunftsinstitut freut es uns sehr, dass wir gemeinsam mit Kloten einen Prozess installieren konnten, der – losgelöst vom politischen Rhythmus – ein nachhaltiges Commitment zur Partizipation hinsichtlich der Entwicklungsfelder der Stadt sichert. Zudem regten die Ergebnisse aus dem Future Room den Stadrat an, eine Neudefinition seiner eigenen Struktur sowie neue Verantwortlichkeiten zu überlegen.


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