Trendforschung

Was Trendforschung macht und ausmacht

StokPic / Ed Gregory

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ie Trendforschung beschreibt Veränderungen und Strömungen in allen Bereichen der Gesellschaft – nicht wie oft und zu oberflächlich angenommen nur in Bereichen der Konsum- und Modewelt. Ein Kurzer Rückblick über die vergangenen 25 Jahre der Trendforschung

Durch die Fortschreibung aktueller Veränderungen werden Prognosen für deren weitere Entwicklung mit einem Horizont von 5 bis 10 Jahren getroffen. Generell lässt sich zwar zwischen einer streng qualitativen und einer streng quantitativen Trendforschung unterscheiden – der Komplexität eines Trends gerecht wird Trendforschung indes erst, sofern mathematisch-statistische Verfahren mit verbal-argumentativen bzw. verbal-logischen Verfahren kombiniert werden. Entsprechend haben sich für die seriöse Trendforschung spezifische Methoden entwickelt, die diesen Anforderungen gerecht werden.

Trendforschung beginnt zwar mit der Trendbeobachtung, die auch auf der Analyse chronologischer Zahlenreihen beruht, endet hier jedoch nicht. Entscheidend für die Qualität der Trendforschung ist die richtige Verknüpfung und Vernetzung isolierter Trendbeobachtungen. Denn Trends sind weniger singuläre Beobachtungen, sondern vielmehr komplexe Gebilde, die in Verbindung zu vielfältigen und -schichtigen Veränderungen stehen.

Qualitativ hochwertige Trendforschung bedeutet, „schwache Signale“, die am Beginn jeder Trendentwicklung stehen, zu erkennen und vor allem: daraus soziokulturelle Verschiebungen zu lesen und in den übergreifenden Kontext einzuordnen. Trendforschung ist im Kern eine Kulturwissenschaft im tieferen, empirischen Sinne und von zahlreichen wissenschaftlichen Zweigen beeinflusst. Wichtig für ihre Ausführung ist somit auf der einen Seite eine breite Datenbasis, z.B. durch Medienbeobachtung oder Dokumentenanalyse, aber auch eine breites Zusammenhangswissen im Sinne vernetzter Wissenschaft.

Was Trendforschung nicht ist

Von dieser Art der Trendforschung zu unterscheiden sind mediale Inszenierungen von Trendphänomen, wie sie beispielsweise in der Modewelt üblich werden. Derartig flüchtige Trends entziehen sich der seriösen Trendforschung (Hier finden Sie mehr zu den unterschiedlichen Arten von Trends). An dieser Art selbstreferentieller und selbsterschaffender Trends entzünden sich oft pauschale Kritikpunkte an der Trendforschung.

Diese Kritik entsteht dort, wo Trends:

  • als eben jene „Moden“ definiert werden, die nur im Sinne von Marketing- und Verkaufsargumenten eingesetzt werden.
  • für ideologische Interessen eingesetzt werden, z.B. in der Politik.
  • als reine Phänomenologie des Neuen missverstanden werden. In den meisten Fällen ist nämlich weniger von Veränderungsprozessen, denn von neuen Produkten und sensationistischen Phänomenen die Rede.

Ausgangspunkt dieser Kritik ist eine zu oberflächliche Betrachtung von Trends bzw. Durchführung von Trendforschung. Der Blick auf die zugrundeliegenden sozialen Wandlungsprozesse und Marktevolutionen unterbleibt. Diese verlaufen naturgemäß langsamer, als es der schnelllebigen Medienwelt oft recht ist. Dies bedeutet auf der anderen Seite jedoch nicht, dass z.B. ein Modetrend nicht auch im Sinne der eigentlichen Trendforschung Ausdruck einer tiefer liegenden Trendströmung sein kann. 

Hier erfahren Sie mehr zu den von uns angewandten Methoden der Trend- und Zukunftsforschung und den Grundlagen zu Trends, Megatrends und Trendforschung.

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