Harry Gatterer

Pointiert – Oft provokant – Immer optimistisch

Trend- und Zukunftsforscher Harry Gatterer ist Geschäftsführer des Zukunftsinstituts. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Verknüpfung von gesellschaftlichen Trends mit unternehmerischen Entscheidungen. Zentraler Bestandteil seiner Arbeit ist die Vernetzung mit außergewöhnlichen Pionieren in führenden Zukunftsdisziplinen.

Sein erstes eigenes Unternehmen gründete Harry Gatterer bereits im Alter von 20 Jahren. Als Methodenentwickler, Berater, Speaker, Experte und Autor sind die Chefetagen von Unternehmen ebenso sein Zuhause wie Bühnen und TV-Studios.



Bücher von Harry Gatterer


Vorträge von Harry Gatterer

Jeder hat Pläne, aber manchmal – wie während der Corona-Pandemie – ändern sich Dinge radikal und wir brauchen neue Orientierungspunkte. Als Entscheider und Entscheiderinnen müssen wir in solchen ernsten, emotionalen Situationen aus der Alarmzone in einen Zustand kommen, in dem wir klug analysieren und gute Entscheidungen treffen können. Dafür müssen wir das, was uns umgibt, systematisch neuen Möglichkeitsräumen zuordnen. In diesem Vortrag geht es um Werkzeuge und Methoden, die Ihnen ein neues Verständnis für die Zusammenhänge der Welt nach Corona liefern.

Mit den unterschiedlichen Dimensionen von Informationen spielerisch umgehen:
Das Geheimnis von Zukunftsdenkern ist, dass sie wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen aus vielen Perspektiven gleichzeitig betrachten. Sie denken systemischer, als wir das im Alltag gewohnt sind, nicht linear, sondern in Zyklen und Feedbackloops. Daraus resultieren keine zweidimensionalen (gut, schlecht, plus, minus) Entscheidungen, sondern eine der Komplexität entsprechenden, situativ richtige Klarheit, die neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet.

Das Altern unserer Gesellschaft ist kein Problem, sondern die Lösung:
Die oft als Überalterung der Gesellschaft postulierten Entwicklungen führen zu einer „Anti-Aging-Gesellschaft“, in der das Alter in all seinen Facetten problematisiert wird. Dabei entwickelt sich erst durch die wachsende Lebenserfahrung der Menschen ein neues Korrektiv der Weisheit, welches ein wesentlicher Beitrag zur Vitalität unserer Gesellschaft leistet. Die Alten machen uns jung, und helfen in komplexen Zeiten, nicht den Kopf zu verlieren.

Perception Driven Innovation, jenseits des Innovations-Terrors:
Seit Jahren ist Innovation das Zauberwort für die Wirtschaft. Mitunter drängt der Hype aber in eine Richtung, die schon als Innovations-Terror bezeichnet werden muss. Unser Denken über die Welt muss sich ändern, wenn wir Probleme auf eine neue Art lösen wollen, als sie entstanden sind. Das Erkennen eines erweiterten Lösungsraums erfordert ein Reframing des Denkens. Wahre Innovation braucht Tiefe, Zeit und Geduld. Wahre Innovation braucht Meta-Erkenntnis und die kulturelle Fähigkeit einer Organisation, mit Neuem umzugehen. Deshalb ist es höchste Zeit, einen neuen Innovationszugang zu entwickeln: Perception Driven Innovation.

Entdecke deine Zukunft:
Wer generelle Zukunftsfragen stellt, erhält auch nur allgemeine Antworten. „Wird es in Zukunft noch Banken geben, oder Tankstellen?“ Fragen wie diese erhalten wir Trendforscher täglich. Dabei ist die Zeit der Generalisierungen von Zukunft längst vorbei. Wer seine eigene Zukunft entdecken will, sollte sich im eigenen, ganz individuellen Zukunftsraum auskennen. Dafür gilt es, die richtigen Knöpfe zu drücken, um schnell einen neuen Blick auf die im Unternehmen verborgenen Kräfte zu erhalten. Damit ausgestattet, kann man klug die relevanten Konsequenzen für die eigene Zukunft ziehen. Und die nächsten Schritte erkennen. Der Vortrag von Harry Gatterer lädt ein, sich im eigenen Zukunftsraum besser zurecht zu finden.

Die Zukunft im Blick:
Wer Verantwortung für ein Unternehmen hat, braucht eine Vorstellung von der Zukunft. Diese wird im Moment hochgradig gestört vom Marktgeschrei der „digitalen Revolution“, der „Disruption“ und anderen „jetzt wird alles anders“ Parolen. Um so mehr gilt es also, sich gerade jetzt mit den Zukunftsfragen zu beschäftigen, um sich sein EIGENES Bild der Zukunft zu generieren. Um dies zu ermöglichen, greift Harry Gatterer die wichtigsten Treiber des Wandels auf und beleuchtet sie im Kontext der Konsum- und Freizeit-Entwicklungen. Das Ziel des Vortrags ist es, neue Ausblicke auf die Zukunft zu vermitteln, damit Entscheider einen kühlen Kopf bewahren können.

Vom Wohnen, Bauen und Leben in der Zukunft:
Die Zukunft ist ein offenes Werden, mit Bedingungen und Freiheiten. In der Architektur, der Stadtentwicklung und dem privaten Wohnen zeigt sich, wie wir uns heute Zukunft vorstellen. Wir legen die sprichwörtlichen Grundsteine für die Welt von morgen. Auf was wir uns dabei beziehen, ist relevant. Denn all zu oft werden alte Gedanken in die Zukunft verlängert: Das Alters-Heim für 3000 Menschen, das neue Einkaufs-Zentrum nebst der alten Shopping-Ruine, das Stadthaus, das in 20 Jahren wieder weg muss. Aber auch privat richten wir uns neu ein, weil wir dem fluiden Lebensgefühl immer mehr Raum überlassen. Daher ist die spannende Frage: Welchen Bauplan der Zukunft nehmen wir uns vor, um komplex und evolutionär die Architektur für die kommenden Generationen zu legen.


Harry Gatterer: Zukunft ist sein Beruf

Er sagt nicht voraus, was morgen passieren wird, und auch mit Hellseherei hat seine Arbeit nichts zu tun – aber Harry Gatterer hat eine fundierte Vorstellung davon, wohin sich unsere Welt in den nächsten Jahren entwickeln wird. Viele bezeichnen ihn als Zukunftsforscher, er selbst sieht sich aber mehr als Entdecker und Entwickler, der sein Know-how dazu nutzt, um Unternehmen den Übergang in die Zukunft zu ermöglichen.

„Ich bin ein Mensch, der Freude mit einem weißen Blatt Papier hat. Damit fühle ich mich, im Gegensatz zu einem vollgetexteten Formular, wohl. Und dieser offene Raum ist es auch, der mich an der Zukunft am meisten reizt“, sagt er. „Zu einem gewissen Teil ist die Zukunft natürlich determiniert, weil wir die Früchte vergangener Entscheidungen ernten. Vieles ist aber auch noch offen – was ist schon offener als die Zukunft?“

Mit dem Zukunftsinstitut verfolgt Gatterer die Vision, diese Sichtweise in die Welt zu tragen. Die Anfänge seiner beruflichen Laufbahn würden aber wohl die wenigsten erraten: „Im Alter von 20 Jahren habe ich mich mit einem Möbelgeschäft selbstständig gemacht.“ Klingt erst einmal nicht nach großem Zukunftsjob, dennoch hatte der gebürtige Tiroler schon damals ein Gespür für das Neue. „Wir haben unseren Kunden keine Möbel verkauft, sondern einen Lebensstil“, erinnert er sich. Heute Usus, aber vor über 25 Jahren eine Revolution mit Erfolg.

„Als 20-jähriger Gründer fragst du dich nicht: ‚Wie haben es die anderen früher gemacht?’ Du fragst dich: ‚Was könnte man Neues machen?’ Das hat mich auf die Idee gebracht, dass man sich auch explizit mit dem Thema Zukunft beschäftigen kann“, schildert Gatterer, der erst noch einige Umwege beschreiten sollte, ehe er zum Zukunftsinstitut und dessen Gründer Matthias Horx, einer Koryphäe im Bereich der Trendforschung, stieß.

Aber was ist eigentlich das täglich Brot eines Zukunftsforschers? „Das kann man so typisch gar nicht sagen“, meint Gatterer. Ein Teil seiner Mitarbeiter, die sich aus diversen wissenschaftlichen Disziplinen und persönlichen Hintergründen rekrutieren, widmet sich klassischer Forschung, sammelt Daten, verarbeitet sie, beschäftigt sich mit qualitativer und quantitativer Auswertung.

Wesentlich ist aber vor allem der Austausch mit einem breiten Netzwerk von Vordenkern. „Das sind Menschen, die in der Lage sind, über den allgemeinen Bewusstseinszustand einer Gesellschaft hinauszudenken, die über eine Methodik verfügen, mit der man etwas breiter sehen kann.“

„Das ist vielleicht der große Unterschied zur alten Trendforschung. Sie war so etwas wie ein Guru-Tool, das einige wenige, bekannte Vertreter hervorgebracht hat. Das ist aber nicht mehr zielführend. Heute geht es darum, kluge Wissensnetzwerke zu bilden, um die jeweilige Fragestellung mit den richtigen Menschen bearbeiten zu können.“

Das Zukunftsinstitut sieht sich als Hafen, in dem sich diese Menschen wohlfühlen und ihren Gedanken freien Lauf lassen können. Eine Atmosphäre, in der offenes, freies Denken möglich ist, sieht Gatterer als zentrale Zutat, um die Zukunft adäquat betrachten zu können. „Das ist leider kaum noch zu finden, auch nicht auf Universitäten. Wer dort wissenschaftlich arbeitet, befindet sich vielmehr im ständigen Verteidigungskampf als in der Erzeugung von Gedanken“, schildert er. „Verteidigung bzw. Kritik ist ein wichtiges Element der Wissenschaft – das ist bei uns genauso, aber wenn man nur mehr im Verteidigungsmodus ist, erstickt das neue Gedanken.“

Was es laut Harry Gatterer für die Beschäftigung mit Zukunft benötigt ...

1. Gelassenheit
„Lassen Sie eine Frage einfach einmal auf sich wirken. Die Zukunft hat nichts mit Hektik und Geschwindigkeit zu tun, wie es uns im Moment eingeredet wird. Es muss nicht alles superschnell gehen, fancy, disruptiv und superdigital sein. Das ist nur ein Ausschnitt der Wahrheit. Natürlich gibt es Veränderungen.“

2. systemisches Denken
„Sie müssen systemischer denken, als wir Menschen es im Alltag gewohnt sind. Banal gesagt: Sie müssen lernen, drei oder vielleicht vier Mal um die Ecke zu denken. Denn der geradlinige, vermeintlich richtige Weg, dieser erste Schluss, ist meist der falsche. Denken Sie nicht linear, sondern in Zyklen und Feedbackloops.“

3. eigene Wirksamkeit
„Der exzessive Blick nach außen ist nicht der Zukunftsblick, der Blick in die Selbstwirksamkeit ist der Zukunftsblick. Sie müssen sich – als Unternehmer genauso wie als Mensch – in den Kontext ihrer Umwelt setzen, Ihre eigene Wirksamkeit kennen und wissen, was gerade in der Welt passiert.“

4. Zukunftsoptimismus
„Sie brauchen einen grundsätzlichen Glauben an die Zukunft. Wenn Sie den nicht haben, warum sollten Sie sich dann mit der Zukunft beschäftigen? Wir sprechen bewusst von einem kritischen Zukunftsoptimismus, denn natürlich muss man auch Krisen interpretieren, die Menschen negativ berühren und betreffen.“


Referenzen

 


Mair
Ariane ten Hagen
Frank Steffens
Nicole Moser
Roxana Voicu Dorobantu
Susanne Kuncic

Sie wollen mehr über die Vortragsthemen von Harry Gatterer erfahren, möchten Ihre eigenen Ideen oder über andere Themenfelder diskutieren? Wir sind für Sie da!

Das Zukunftsinstitut Experience Team vermittelt Ihnen gerne die Menschen, die Ihrer Organisation Zukunft näher bringen und Ihre Veranstaltung bereichern. Kontaktieren Sie uns telefonisch unter +49 (0)69 153240-505 oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Wir freuen uns, Sie bei einem kostenlosen Informationsgespräch kennenzulernen.



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