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Aufstieg und Ambivalenz Chinas erfordern neue Strategien von Europa

China bestimmt den globalen Takt, und das nicht nur wirtschaftlich. Gleichzeitig wird die Volksrepublik selektiver und beginnt sich abzukapseln. Europäische Unternehmen, die mitspielen wollen, sollten die Risiken und Nebenwirkungen kennen. – Ein Auszug aus der Megatrendstudie Globalisierung.

China ist komplex und damit ist auch die Art und Weise, wie Politik und Unternehmen mit der Volksrepublik umgehen sollen, komplex. Auf der einen Seite bestimmt sie den Takt des globalen Geschehens, andererseits wird sie von anderen Staaten, wenn irgend möglich, außen vorgelassen. Oder sie schottet sich sogar selbst ab. „Rise of China“, einer der insgesamt 10 in unserem Megatrend Research identifizierten und in der Megatrendstudie Globalisierung erläuterten Trends, steht für diese Ambivalenz.

Für das aufstrebende, mächtige China, dessen Einfluss auf internationale Lieferketten durch die eigene Produktion sowie zahlreiche internationale Beteiligungen kaum größer sein könnte – aber das der Westen gleichzeitig zunehmend auf Abstand hält. Dessen Regierung ihrerseits eine strenge Kontrolle ausübt, Anwendungen der US-Giganten Google und Meta zensiert und Handelspartnern durch protektionistische Maßnahmen Steine in den Weg legt. Dessen Firmen immer wieder durch Spionagevorwürfe in der Kritik stehen. Und das – trotz aller Komplexität und Kritik – seine Macht politisch und ökonomisch immer weiter ausbaut. Europäische Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich in diesem komplexen Umfeld zu behaupten.

Aufstrebendes China bereits bestimmende Wirtschaftsmacht

Geopolitisch ist China zu einer unverzichtbaren Wirtschaftsmacht geworden, die die Regeln des globalen Handels mitbestimmt. Der Anteil Chinas am kaufkraftbereinigten globalen Bruttoinlandsprodukt ist laut Internationalem Währungsfonds in den vergangenen 20 Jahren um knapp 11 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent gestiegen. Die Anteile der USA und der Europäischen Union sind in diesem Zeitraum dagegen gesunken und liegen inzwischen deutlich darunter.

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Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei den Direktinvestitionen chinesischer Unternehmen im Ausland. Diese Investitionen waren 2017 auf einen Rekordwert von 256 Milliarden Dollar gestiegen, sind aber 2022 auf 81 Milliarden Dollar zurückgegangen. Das ist immer noch eine substanzielle Größe, doch erklärt sich der Rückgang durch die zunehmenden politischen Spannungen mit den westlichen Staaten, bei denen die Sorge wächst, dass China seinen Einfluss auf Unternehmen außerhalb der Landesgrenze ausbaut und nutzt. Denn die eigentlich positiven Effekte von Auslandsinvestitionen gelten für China nur teilweise: Sie kaufen nämlich nicht nur Unternehmen auf, sondern auch deren Technologie. Dieser, aus westlicher Sicht, ungewollte Technologietransfer könnte China einen Wettbewerbsvorteil bringen, während der Standort Europa weiter ins Hintertreffen gerät.

Problematische Abhängigkeit von China

Für Deutschland ist China seit 7 Jahren in Folge größter Handelspartner, auch die deutschen Direktinvestitionen nach China waren noch nie so hoch wie im ersten Halbjahr 2022. Was nach einer funktionierenden Partnerschaft klingt, ist bei genauerem Hinsehen durchaus problematisch: Das ohnehin schon sehr hohe deutsche Handelsbilanzdefizit stieg noch weiter, weil die Importe viel stärker zulegten als die Exporte. Allein im ersten Halbjahr 2022 erreichte es fast 41 Milliarden Euro – ein deutlicher Anstieg zu 2019.

Die deutsche Wirtschaft ist also viel abhängiger von China als umgekehrt. Angesichts von Chinas Verhalten beim Russland-Ukraine-Krieg und der Drohungen Pekings gegenüber Taiwan könnte die wirtschaftliche Symbiose schnell zum Problem werden: Sollte es nach einem möglichen Einmarsch Chinas in Taiwan zu umfangreichen Sanktionen des Westens gegenüber China kommen, drohen aufgrund der hohen Importabhängigkeit massive Engpässe bei vielen Zulieferungen aus China, die in Kombination mit Einbußen auf der Absatzseite so manches deutsche Unternehmen sogar in die Pleite führen könnte.

Chinas globales Netzwerk breitet sich aus

China isoliert sich zwar zunehmend vom Westen, ist strategischen Partnern aus dem Osten aber nicht abgeneigt. Während die westliche Welt seit Kriegsbeginn in der Ukraine auf Abstand zu Russland geht, hat sich die Handelsbeziehung zwischen China und Russland seither intensiviert. China kauft russisches Erdöl und Gas zu besonders günstigen Preisen, da die europäischen Abnehmer fehlen. Gemeinsam stellen sich die Mächte im Osten gegen den Westen: Russlands Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, alle Öl- und Gasgeschäfte mit der Volksrepublik in chinesischen Yuan statt in US-Dollar abwickeln zu wollen. Ein in Peking sicherlich gern gesehener Baustein auf dem Weg der „Dedollarisierung“, die den Yuan zur wichtigsten Leitwährung der Welt machen soll. Auch die BRICS-Staaten, zu denen neben Russland und China auch Brasilien, Indien und Südafrika zählen, wollen sich in einer gemeinsamen Währungsunion unabhängig vom Dollar machen.

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