Megatrend Mobilität

Der Megatrend Mobilität beschreibt die Entstehung einer mobilen Weltkultur, getrieben von einem immer facettenreicher und differenzierter werdenden Angebot an Mobilität. Neue Produkte und Services verändern und erweitern dabei die Perspektive auf und die Nutzung von Verkehrsmitteln. Die Mobilität von morgen wird definiert durch das Ineinandergreifen von Arbeit, Wohnen und Freizeit. Von A nach B zu kommen, reicht künftig nicht mehr aus – entscheidend in einer multimobilen Welt sind: Erlebnis, Nachhaltigkeit und Gesundheit.

Erst in Zeiten des Stillstands zeigt sich die wahre Bedeutung der Mobilität, ihre Vielfalt und Alternativen, ihre Perspektiven und Bewertungen – das hat die Corona-Krise mehr als deutlich gemacht. Mehr denn je steht Mobilität nun im Zentrum des Wandels in Raum und Gesellschaft. Im Kontext der vernetzten (Wissens-)Gesellschaft entsteht dabei ein neues Mobilitätsparadigma, das dem Auto zunehmend seine Bedeutung als Statusobjekt nimmt: Künftig ist es nur noch ein integrierter Bestandteil unter vielen anderen in einem nahtlosen System – und dabei immer häufiger postfossil, vernetzt und (teil-)autonom.


4 Zukunftsthesen zum Megatrend Mobilität

  • Das Auto zieht sich aus der Stadt zurück.
    Die Mobilität der Zukunft wird immer stärker vom Fahrrad geprägt. E-Bikes, Lastenräder und Last Mile Concepts nutzen den Rückzug autozentrierter Strukturen und die sicheren Wege, die sich daraus ergeben. In diesem Prozess werden neue öffentliche Räume frei: Third Places werden zum urbanen Wohnzimmer und Mittelpunkt des städtischen Lebens.

  • Seamless Mobility integriert private und öffentliche Angebote.
    Die Integration von autonomen Diensten in das öffentliche Angebot macht klassische Grenzen zwischen Anbietern obsolet, entlastet das Verkehrssystem und ermöglicht eine nahtlose Nutzung. Durch die Analyse von Echtzeitdaten entfallen Wartezeiten und unnötige Umstiege. Dafür braucht es gestaltungswillige öffentliche Verkehrsanbieter, die alternative Angebote nicht als Konkurrenz sehen, sondern als komplementäres Angebot im Sinne der Seamless Mobility.

  • Autonomes Fahren verändert die Rolle des Autos.
    Durch autonome Konzepte schrumpft der Bedarf an Parkplätzen, und die Zeit im Auto dehnt sich aus. Vor allem das Pendeln wird sich verändern: Bedeutet es heute vor allem Stress, werden autonome Fahrzeuge die Zeit im Auto aufwerten. Mobile Living macht Autos zu einem aktiven Aufenthaltsort, an dem gearbeitet und entspannt wird – und dessen Interieur extrem an Relevanz gewinnt.

  • Erleben wird wichtiger als Besitzen.
    Immer mehr Menschen lassen die Einschränkungen von Besitztümern hinter sich. Der flexible Zugriff auf die ganze Vielfalt an Mobilität wird so zu einem Spiel, das den Spaß an Alternativen bezeugt, auf Vielfalt statt Routinen setzt und Pragmatik über Status stellt. Hypermobil sein bedeutet Abwechslung, Vernetzung und Erlebnis. Das Auto ist dann nur noch ein möglicher Teil in diesem Spektrum.

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