Oona Horx-Strathern

Expertin für Wohnen, Bauen und Architektur der Zukunft

Oona Horx-Strathern ist seit über 25 Jahren Trend- und Zukunftsforscherin, als Autorin und Beraterin tätig sowie auf internationalen Bühnen eine gefragte Wohnexpertin. In ihrer Home-Report-Serie benennt und analysiert sie regelmäßig die relevanten Trends für Wohnen, Bauen und Architektur. Horx-Strathern versteht sich dabei selbst als eine Erforscherin des Neuen, aber vor allem des Besseren. Es geht ihr um einen frischen (weiblichen) Optimismus hinsichtlich unserer Wohn- und Lebensräume der Zukunft. In deutscher und englischer Sprache.

Das Ziel von Oona Horx-Strathern ist es, neue Perspektiven aufzuzeigen und Menschen zum Handeln zu befähigen. Dies zeigt auch eine kleine Geschichte aus ihrem Leben: Anfang der 1990er- Jahre arbeitete Horx-Strathern als Fernsehjournalistin bei einer Sendung namens „Go for Green“ – eine der ersten wöchentlichen Nachrichtensendungen, die sich mit ökologischen Themen befasste. Der Fokus der Sendung lag darauf, die Zuschauerinnen und Zuschauer zu informieren und zu inspirieren, ihnen aber auch konkrete Lösungswege aufzuzeigen. Als die Satellitenfirma, über die der Sender sendete, an ein anderes Unternehmen mit anders geformten Satellitenschüsseln verkauft wurde, schlug Horx-Strathern in der Sendung kurzerhand kreative Upcycling-Ideen für die alten, unbrauchbar gewordenen Satellitenschüsseln vor.


Noch heute liegt es ihr am Herzen, über die großen und kleinen Veränderungen zu sprechen und zu schreiben, die Menschen im Alltag, zu Hause, am Arbeitsplatz, in den Städten oder auf dem Land vornehmen können, um ihre individuelle, aber auch unser aller Lebensqualität zu verbessern.

Die Herausforderungen, mit denen wir uns heute konfrontiert sehen, sind klein und groß, weltumspannend und hautnah zugleich. Wir blicken aus einer neuen Perspektive auf die Zukunft unseres Alltags, unseres Zuhauses und unserer Arbeit. Viele Trends haben im Zuge der jüngsten Entwicklungen eine größere Bedeutung und Dringlichkeit erhalten, besonders Megatrends wie Konnektivität, Neo-Ökologie, New Work und Urbanisierung. Der sich vollziehende Bedeutungswandel und die zunehmende Wichtigkeit dieser Megatrends spiegeln sich genauso in unseren Wohnungen und unseren Büros wider wie in der Weiterentwicklung hin zu einer neuen Art von Work-Life-Blending.

Diese neuen Formen des Work-Life-Blendings haben Oona Horx-Strathern und ihre Familie während der Pandemie selbst erlebt und gelebt. So wurde beispielsweise mehr gekocht, bewusster mit Lebensmittelabfällen umgegangen, vieles wurde aufgeräumt, recycelt und neu überdacht. Um Hoffices im Haus zu schaffen, wurden Möbel umgestellt und Zimmer umgestaltet. Außerdem wurde das gesamte Energiesystem des Hauses modernisiert, keine fossilen Brennstoffe mehr genutzt, eine effizientere Fotovoltaikanlage eingebaut und Batteriespeicher angeschafft. Damit ist das Haus zu einem Ort geworden, der mehr Energie produziert als die Familie benötigt.

Während der Lockdowns bildete sich ein temporärer Drei-Generationen-Haushalt – und fand zum Beispiel unglaubliche 120 unterschiedliche Sitzordnungen für die sechs Bewohnerinnen und Bewohner am Esstisch. Damit konnten Abwechslung und neue Perspektiven in die Abendessen, die monatelang zu Hause stattfanden, gebracht werden. All diese Dinge will Oona Horx-Strathern auch im „New Normal“, in dem wir uns jetzt befinden, fortsetzen. Die Bau- und Wohnexpertin ist trotz allem positiv geblieben: „Ich bin immer noch Enthusiastin – denn ich glaube nicht, dass man verantwortungsvoll Trends und Zukunft erforschen kann, ohne enthusiastisch und opportunistisch zu sein.“


Vorträge von Oona Horx-Strathern

Dieser Vortrag handelt von den großen Megatrends, die unser Leben verändern und ihre Auswirkungen auf Design, Architektur, Hausbau, Arbeits- und Alltagsleben. Der Schlüssel zur Erkenntnis des Lebens in der Zukunft ist das tiefe Verständnis der Megatrends. Die Ansprüche an Wohnungen, Gebäude und Städte sind heute höher als jemals zuvor; nicht nur in Bezug auf Technologien, sondern auch im Kontext anderer Geschlechter-Rollen, erweiterter Lebensspannen und neuer Arbeitsformen. Wie werden sich Architekten, Städteplaner und Designer auf die neuen Realitäten unserer multi-biographischen Lebensweisen einstellen? Was sind die Schlüssel-Trends des sozio-demographischen Wandels?

  • Die neuen Lebensphasen: wie sich der „Downaging-Effekt“ auf unsere Biographien auswirkt
  • Der Megatrend Frauen und die Veränderungen von Arbeitswelt und Lebensalltag
  • Individualisierung und „das neue Wir“: von der Single-Gesellschaft zur neuen Netzwerk-Kultur
  • Vom Heim zum HUB: die Evolution der Haus-Grundrisse

Diese weitreichenden Veränderungen bedeuten, dass unsere Architekturen flexibler, modular und „smart“ werden müssen. Aber was heißt „smart“? Welche Rolle spielt die Konnektivität im Heim der Zukunft? Werden sich die Visionen eines „intelligenten Heimes“ durchsetzen? Werden Roboter für uns kochen, vernetzte Geräte den Alltag erleichtern und verbessern?

„Smart Living“ handelt nicht nur von der Frage, wie wir Technologie integrieren können, es geht auch um die soziale Intelligenz der Architektur, um Flexibilität und Adaptivität. Das Heim der Zukunft braucht eine neue Form der Achtsamkeit für die Bedürfnisse der Menschen in der hyperurbanen Welt.

Dieser Vortrag belegt mit zahlreichen aktuellen Beispielen aus der weltweiten Urbanitäts-Bewegung, wie eine positive Zukunft der Menschheit in den Städten gestaltet werden kann. Er kann auf stadtplanerische, demographische, ökologische, architektonische, bautechnische, Vernetzungs- oder Mobilitäts-Themenfelder fokussiert werden.

Urbanisierung ist eine mächtige Kraft, ein positiver Trend, wir bewegen uns nicht nur in Richtung auf grünere, ökologischere Städte, sondern auch in Richtung auf „Smart Cities“, bessere Wohn- und Arbeitsformen, intelligentere urbane Systeme.

Architekten, Stadtplaner, Verwaltungen und Bürgermeister arbeiten an innovativen Lösungen für alte Probleme und Herausforderungen der Ballungsgebiete. Individualisierung, Alterung (oder Downaging), Konnektivität und Mobilität sind nur einige der Megatrends, die den Rahmen der neuen Bau- und Arbeitswelten bilden. Beispiele aus allen Kontinenten zeigen die neuen Strategien, Designs, Materialien und Ideen, die das Angesicht unserer neuen Städte prägen werden. In der Zukunft werden Lebensräume nicht so sehr durch Quadratmeter definiert, sondern durch die Qualität der geteilten Räume, der „Shared Spaces“. Die Neue Kooperations- Kultur oder „Shareconomy“ spielt eine entscheidende Rolle: von Co-Working und Co-Living über Urban Gardening bis Carsharing. Flexibilität und Modularität, Fertigbau und soziale Diversität sind die Stichworte der neuen Urbanität.

  • Smart Cities, Creative Cities: die neuen „Benchmarks“ der Stadtentwicklung
  • Creative Cities: die Rolle der kreativen Klasse in der Neo-Urbanisierung
  • Urbane Akupunktur: wie man Problemstädte und Stadviertel heilen kann
  • New Urbanism: wie Renaissance des Urbanen geht von kooperierenden Bürgern aus

Das Wachstum der Mega-Cities bedeutet, dass wir von einer politischen Geographie in eine Ära der urbanen Vernetzung geraten. Damit entstehen neue Lernphasen für die weltweite Nachhaltigkeit, Mobilität und Lebensqualität.

Dieser Vortrag schildert die Zukunft des Wohnens anhand des „Future Evolution House“, eines Bau- und Lebens-Experiments der Familie Horx. Dieses modulare Hausprojekt wurde aus den Megatrends heraus für die Bedürfnisse einer mobilen, individualistischen Familie entwickelt und kann als „Case Study“ für Technologien und Architekturen von Morgen gelten.

Was passiert, wenn zwei Zukunftsforscher ein Haus bauen, um in der Zukunft zu leben? Im Jahr 2010 zogen Oona Strathern und ihr Mann Matthias Horx in ihr selbstgebautes Future Evolution House am Stadtrand von Wien. Ein Live-Experiment in der Übersetzung der Megatrends in ein „Work-Life“-Ensemble. Dieser Vortrag erforscht die Dimensionen des Hausbaus in historischer und „futurologischer“ Perspektive, sowie die Erfahrungen der Baufrau (Oona fungierte als Bauleiterin und „Meta-Architektin“). Er wirft einen Blick auf die Wohn-Ideen und Träume von gestern und spielt sie perspektivisch über die Gegenwart in die Zukunft.

Kann ein Haus ein adaptives System sein, das sich lebenslang den Veränderungen des Paar- und Familienlebens anpasst? In der Entwicklung des zeitgenössischen Einfamilienhauses spiegelt sich der soziale und kulturelle Wandel, aber auch die Macht der Architektur und des Designs über unser Leben. Das Haus wurde als ein modulares Ensemble für eine mobile, individualistische Familie gebaut und fordert die alten Grundrisse und Bau-Philosophien heraus:

  • Der Bade-Salon: von der Nasszelle zum zweiten Wohnzimmer
  • Die Küchen-Lounge: das neue Herz des Hauses jenseits der,Versorger-Ehe‚
  • Technologie-Terror: die nie endende Suche nach einer simplen, smarten Haus-Technik
  • Öko-Manie: der endlose Traum vom energieeffizienten, autonomen Öko-Haus, und der symbolische Bio-Salat

Wer waren die interessantesten, wichtigsten und einflussreichsten Zukunfts-Denker? Wie können ihre Methoden, Fehler und Erfolge uns helfen, unser heutiges Zukunfts-Denken zu verbessern? Von den Delphi’schen Visionären bis zu den Pop- Futuristen der 60er Jahre, von den Trend-Gurus der 70er bis zu den Evolutions-Denkern von heute – die Geschichte der „Futurologie“ hatte reichhaltige Facetten. Im Versuch, vorauszusagen, wie wir leben, arbeiten und sogar lieben werden, lagen manche Visionäre erstaunlich richtig, und sind trotzdem in Vergessenheit geraten. Andere irrten auf bizarre oder sogar lächerliche Weise, und wurden dadurch berühmt. Nicht wenige Prognostiker ließen sich für gefällige oder spektakuläre Vorhersagen schlichtweg bezahlen. Was kann die heutige Zukunftsforschung aus der Geschichte ihrer spektakulären Vordenker lernen?

  • Welche Funktion hatten die ersten „Zukunfts-Think-Tanks“, die Orakel der Antike?
  • Wer waren die Schlüsselfiguren und Gurus im „Geschäft der Prognose“, welche Methoden und Denkweisen nutzten sie?
  • Wie wird man ein guter Zukunfts-Denker, und wie vermeidet man die „Affenfallen der Futurologie“ ?
  • Von der Szenario-Technik über die Spiel-Theorie bis zum Medien-Scanning und „Trend-Trekking“, welche Voraussage-Methoden haben sich im Feld der Trend- und Zukunftsforschung entwickelt, und welchen kann man vertrauen?

Dieser Vortrag beschäftigt sich mit dem historischen „Geist der Zukunft“ – und was wir daraus für das wahre Morgen lernen können. Von der Vision fliegender Häuser bis zu den Auguren des Cyberspace – wer lag mit seinen Prognosen richtig? Wie können wir zwischen guter Voraussage und „Future Bullshit“ unterscheiden?

Wie die Krise uns dazu gebracht hat, unser Zuhause, unsere Gemeinschaften und Städte zu überdenken

Die Coronakrise stellt viele der Wohn-, Lebens- und Stadt-Trends, die wir in den vergangenen Jahren kennengelernt haben, auf den Prüfstand. Einige werden sich in neue Richtungen entwickeln, sich beschleunigen oder an Bedeutung verlieren, andere werden sich auf verschiedene Weise an unsere neuen Bedürfnisse anpassen. Die Veränderungen werden in den kommenden Jahren keinen Bereich der Branche unberührt lassen, von der häuslichen Wohnsphäre über die Gestaltung von Gebäuden bis zur öffentlichen Stadtgestaltung. Die Coronakrise erzwingt – und ermöglicht – einen neuen und scharfen Blick auf das, was ist, und auf das, was besser gemacht werden könnte. Für Architekten und Stadtplanerinnen bietet sich damit eine große Chance, die Zukunft der Städte konstruktiv mitzugestalten. Nie waren die Möglichkeiten besser, um ganz konkret eine grünere, ruhigere und „lokalere“ Stadt zu planen – und die Idee eines heimischeren Zuhauses Wirklichkeit werden zu lassen.

  • Die 15-Minuten-Stadt: Die Rekonfiguration der Radien
  • Mehr als Hygge: Die neue Wertschätzung des Wohnens
  • Co-Living nach Corona: Die Isolation kreiert Communitys
  • Flexibel, adaptiv, ökologisch: Die Massen-Modularität kommt

 


Andi Preuller
Bianca Kelch
Riester Aeschlimann
beton.org

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Das Zukunftsinstitut Experience Team vermittelt Ihnen gerne die Menschen, die Ihrer Organisation Zukunft näher bringen und Ihre Veranstaltung bereichern. Kontaktieren Sie uns telefonisch unter +49 (0)69 153240-505 oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Wir freuen uns, Sie bei einem kostenlosen Informationsgespräch kennenzulernen.



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