Willkommen in der Welt des Wir

Der Megatrend Individualisierung seinen Zenit schon überschritten. Neue Formen der Vergemeinschaftung bilden sich. Kann man allein überhaupt noch überleben?

Quelle: TREND UPDATE 03/2015

Die Zukunft gehört den „Konnektiven“! Auch in einer Zukunft, in der lebenslange Bindungen an Arbeitgeber, Ehepartner, Religion und Vaterland fast verschwunden sein werden, werden wir trotzdem nicht allein sein. Denn mit anderen zusammenzuarbeiten, verspricht in der Regel mehr Erfolg als die Einsamer-Wolf-Nummer. Kurzfristige, pragmatische Bindungen erweisen sich dabei oft als sinnvoller als ewige Treue.

„Wer allein bestimmen möchte, anstatt kooperative Lösungen zu suchen, wird in Zukunft immer weniger Chancen haben zu bestehen. Das betrifft den Einzelnen ebenso wie Unternehmen und Organisationen,“ schrieben wir im Trend Update 09/2011. Thema war die Sharing Economy, Share Economy oder auch Die Shareconomy ist keine superselbstlose Kuschel-Ökonomie der „Shareness“-Trend. Den Begriff „Shareness“ prägte der Harvard-Ökonom Martin Weitzman schon Mitte der 1980er-Jahre, ohne zu ahnen, welchen Schwung das Internet diesem Trend noch verleihen würde. Gemeinschaftlichkeit – gerade auch kurzfristige, spontane und „egoistische“ Gemeinschaftlichkeit – ist schwer im Kommen.

Sehnsuchtsraum Wir

Die Sache mit dem Wir ist nicht neu. Historisch gab es schon immer Gemeinschaftskonstrukte und Kooperationsformen in Wirtschaft und Gesellschaft. Was neu ist, ist der Schub, den sie durch die rein technologische Vernetzung bekommen haben – und die Intensität, mit der wir uns damit beschäftigen. Begriffe wie Kollaboration und Kooperation, Share Economy und Gemeinwohlökonomie ziehen ihre Kreise in immer mehr Büchern, Artikeln und Zeitschriften und werden auf Konferenzen heftig diskutiert.

Dabei muss unterschieden werden zwischen rein technischen Vernetzungsphänomenen und echten Wir-Gemeinschaften. Und zwischen realen Phänomenen, dem was wirklich ist und funktioniert, und dem, was wir als „Sehnsuchtsraum des Wir” bezeichnen. Ein Raum, nach dem wir suchen, der für eine Hoffnung steht auf das Neue und Andere, das Über-sich-selbst-Hinauswachsen. Dieser Sehnsuchtsraum ist zusätzlich aufgeladen mit dem Wunsch, Lösungen zu finden für die zunehmende Komplexität, die uns umgibt. Gemeinsam wird doch vieles einfacher.


Unsere Studie "Die neue Wir-Kultur"

Ein gewaltiger Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft steht bevor. Der Treiber sind: Wir. Überall tun sich neue Formen von Gemeinschaften und Kooperationen auf. Doch wie sehen diese neuen “Wirs” genau aus? Welche Chancen bieten sie, wer profitiert von ihnen und wie wird der Wir-Trend unsere zukünftige Arbeits- und Lebenswelt verändern?
Mehr über die Studie

Soziale Innovationen werden die Zukunft prägen, nicht technische. So lautete bereits vor einigen Jahren die Hypothese des Zukunftsinstituts. Seit im September 2011 „Soziale Innovation“ unser Titelthema war, hat sich immer wieder gezeigt, dass das Neue vor allem in Gemeinschaften entsteht.

Doch hinter den neuen konnektiven Organisationsformen steht auch ein emotionales Bedürfnis: Es gibt eine tiefe Sehnsucht nach gemeinsamen Identitäten und nach einer Kultur, die Beziehungen schafft. Dieses neu erwachende Vergemeinschaftungsbedürfnis kann auch von Handel und Industrie gar nicht ernst genug genommen werden. Sich in der Gemeinschaft selbst wiederzufinden und nach Identitäten zu suchen, die über das eigene Ich hinausgehen, werde zu einem zentralen Trend in der Gesellschaft, aber auch auf unseren Märkten. Auffällig ist dabei, dass das „Konnektiv“ das „Kollektiv“ abzulösen scheint. Kurzfristige, projektbasierte Formen von Gemeinschaft haben in Zukunft bessere Chancen als große, überindividuelle Volks- und Schicksalsgemeinschaften.

Das Ende der Sharing-Illusion

Doch um was geht es dem Parademodell des Konnektivs, der Share Economy heute? Um tauschen, spenden, schenken, großzügig sein, oder um ein neues ökonomisches Kalkül? Harsche Kritik war zum Beispiel im Frühjahr 2013 in der Wochenzeitung Die Zeit zu lesen: „Die Erwartungen an die Ökonomie des Teilens sind (...) oft so naiv und oft dermaßen übersteigert, dass sie sich kaum erfüllen werden. Stärker als den Beginn einer neuen Wirtschaftsordnung symbolisiert der neue Sharing-Hype eine Form der Realitätsflucht.“

Ähnlich abwertend äußerte sich die FAZ 2013: „Bläst man die Luft (...) aus der Share Economy hinaus, kommt etwas ganz anderes heraus: Nicht Teilen statt Haben ist der springende Punkt, sondern ganz im Gegenteil ein Zugewinn des eigenen Habens, das einen sich vom anderen unterscheiden lässt.“ Reinhard Loske, Professor für Kulturreflexion an der Uni Witten/Herdecke formuliert die „Anti-Vision“ so: „Das marktwirtschaftliche System wird diese soziokulturelle Innovation als Frischzellenkur nutzen.“

Auch der Philosoph und Kulturwissenschaftler Byung-Chul Han (2014) setzte unlängst zur Entzauberung an: „Die Sharing-Ökonomie führt letzten Endes zu einer Totalkommerzialisierung des Lebens. Der von Jeremy Rifkin gefeierte Wechsel vom Besitz zum ,Zugang‘ befreit uns nicht vom Kapitalismus. Wer kein Geld besitzt, hat eben auch keinen Zugang zum Sharing. Auch im Zeitalter des Zugangs leben wir weiterhin im ,Bannoptikum‘, in dem diejenigen, die kein Geld haben, ausgeschlossen bleiben.“

Die Bewertung des Wir-Gedankens der Share Economy oszilliert also zwischen einer Einschätzung als Heilsbringer für eine neue Welt und der Angst vor weiterer Pervertierung des Ökonomischen, das auch noch den letzten Rest (echter) Gemeinschaftlichkeit zerstört. Damit wird auch klar: Die neuen „Wirs“ schließen vielleicht viele ein – aber andere auch aus.

Hat die Sharing Economy also versagt? Das hängt davon ab, was man von ihr erwartet. Ein vollkommen zweckfreies, altruistisches Miteinander und Füreinander kann sie offenbar nicht bieten. Wer eine Art superselbstlose Kuschel-Ökonomie davon erwartet hat, wird spätestens jetzt enttäuscht sein.

Bis dass der Erfolg uns scheidet

Kein Wunder also, dass sich der öffentliche und mediale Diskurs um das Wir schnell erhitzt. Der kühle Blick auf Kollaborationen, Kollektiv-Prozesse und Partizipationsansätze fällt deshalb nicht leicht, weil es bei all dem auch um Grundsätzliches geht, um gesellschaftliche Tiefenbewegungen, Schicksalserzählungen, den Sinn des Lebens. Die momentan sichtbaren Veränderungen sind aufs Engste verknüpft mit impliziten Wertvorstellungen und Bewertungen; sich dem Normativen der Wir-Diskussion zu entziehen, ist so kaum möglich.

Während für die einen der Begriff des „Wir“ aufgeladen ist mit einer Vision von einer besseren Welt, sind andere nur auf der Suche nach neuer Effizienz. Letztere Konstruktionen wären dann keine Kollektive, sondern „Konnektive“ wie Gesa Ziemer sie in ihrem 2013 erschienenen Buch „Komplizenschaften“ bezeichnet. Beim Konnektiv, so sagt sie, rücken homogene Gruppendefinitionen zugunsten von überraschenden Neuverkettungen noch stärker als beim Konzept des Kollektivs in den Hintergrund. Die Lockerheit und weniger die Stärke der Beziehungen wird als konstruktiv bewertet – und damit treten Bindungseigenschaften hervor, die nicht auf Stabilität abzielen und trotz ihrer Fragilität eine hohe situative Wirkung erzielen.

„Komplizenschaft“ bedeutet dann, dass es um das intelligente Kombinieren verschiedener Elemente, das aktive Verbinden geht, um die Welt neu zu gestalten. Nicht jeder, der in temporären Verbindungen, die von vornherein nicht für die Ewigkeit gedacht sind, seinen eigenen Vorteil sucht, ist also „böse“. Solche Verbindungen, Konnektive, sind vielmehr ein Werkzeug, um die eigene Biografie zu gestalten und vielleicht auch, zumindest ein wenig, die Welt zu verändern. Manchmal braucht man dafür eben nicht den Partner fürs Leben, sondern „nur“ einen Komplizen.

Kapital ist sozial

Wie aber passt der Schub in Richtung Wir zusammen mit dem Megatrend Individualisierung? Zwar gab es schon immer Zusammenschlüsse, Kooperationen und Gemeinschaftsunternehmen, um den Anforderungen der Welt etwas Kraftvolles entgegenzusetzen. Von der Allmende, dem landwirtschaftlichen Gemeinschaftsbesitz über Genossenschaftsbanken bis hin zu kirchlichen und sozialen Hilfsverbänden, Gewerkschaften, Betriebsräten usw. hat der Schulterschluss der Gemeinschaft Tradition. Diese Tradition hat in den letzten Jahrzehnten in westlichen Industrieländern allerdings an vielen Stellen Platz gemacht für eine Form von Individualismus, in der vor allem persönliche Stärke, der Einzelne und seine Leistungen zählten. Heldengeschichten hatten in Politik und Wirtschaft Konjunktur. Der „self-made man“ ist die Lichtgestalt des Kapitalismus.

Doch das Blatt scheint sich zu wenden. Mit neuen Technologien in der Tasche und einer Kombination aus wegleitender Sehnsucht und starkem Innovationsdruck im Rücken scheint das Wir wieder salonfähiger zu werden. Das Pendel schlägt um. Statt den Einzelnen mitsamt seinen Leistungen und seinem Gestaltungsspielraum zu überhöhen, wandert der Fokus jetzt wieder zurück in Richtung Gemeinschaft. Wir bauen somit „soziales Kapital“ auf – und zwar in zweifacher Hinsicht, wie Robert Putnam und Lewis Feldstein in „Better Together“ argumentieren. Sie sprechen zum einen von „verbindendem sozialen Kapital“ in Netzwerken, die Menschen zusammenbringen, die sich ähnlich sind und gemeinsam etwas unternehmen. Zum anderen gibt es soziale Netzwerke, die Brücken nach außen schlagen und verschiedene Gruppierungen zusammenbringen und umfassen. Und sie haben herausgefunden, dass der Grad der Bildung ein Indikator dafür ist, wie viel „soziales Kapital“ entsteht.

Das neue Wir: Warum gerade jetzt?

Natürlich darf man die bloße technische Vernetzung nicht mit sozialen Verbindungen gleichsetzen. Während Technologie nur die Möglichkeit zur Verbindung schafft, verlangt soziale Vergemeinschaftung jede Menge Investitionen, damit eine tragfähige gemeinsame Kultur entsteht. Erst dann entstehen echte Wirs. Trotzdem ist der Schub, den das Internet gibt, nicht zu unterschätzen. Und auch so manches Wirtschaftsunternehmen hat durch die Beschäftigung mit Open Innovation und Enterprise 2.0, dem vernetzten Unternehmen, wertvolle Impulse bekommen, sich auch in Bezug auf die eigene Kultur infrage zu stellen und weiterzuentwickeln. Welche Treiber die Bewegung hin zu mehr Kollaboration in Zukunft unterstützen und fördern, zeigt folgende Übersicht:

Treiber 1: Technologische Vernetzung als Impuls

Im Jahr 2015 sind wir dauernd miteinander verbunden, wenn wir das wollen. High- Speed-Internet Access, hohe Bandbreiten, mobile Endgeräte, eine Vielzahl von Apps und das Internet der Dinge, also Vernetzung über diverse Produkte, gehören für immer mehr Menschen zur Grundausstattung. In Zukunft wird das Internet uns auch dann mit dem Rest der Welt verbinden, wenn wir gar nicht „online gehen“ – weil wir immer schon „online“ sind. Wir können uns damit schnell, effizient und meist ohne Zusatzkosten zusammenschließen und zumindest oberflächlich Bande knüpfen. In kürzester Zeit können somit lose gekoppelte und ortsunabhängige (Interessens-) Gemeinschaften entstehen. Die Flirt-App „Tinder“, deren Nutzer sich binnen Sekunden für oder gegen einen Gesprächspartner entscheiden, indem sie mit dem Finger über den Touchscreen wischen, ist zu einem geradezu ikonischen Beispiel für diese Entwicklung geworden.

Treiber 2: Die Dauerfrage: Wie mit Komplexität umgehen?

Wir entwickeln gerade ein neues Verständnis von der Umwelt, in der wir leben und von der Tiefe, in der wir miteinander verbunden sind. VUCA heißt ein derzeit viel zitiertes Akronym. Erfunden wurde es zwar bereits in den 90er- Jahren beim US-Militär, jetzt aber ist es großflächig auch in Managementkreisen angekommen. Die Abkürzung steht für Volatilität, Unsicherheit, Komplexität (Complexity) und Ambiguität. Das beschreibt ein Umfeld, in dem alles in ständiger Bewegung ist, hoch vernetzt und äußerst volatil. Die weltweite Finanzkrise, die 2008 begann und durch Immobilienspekulationen in den USA ausgelöst wurde, war das beste Beispiel dafür. Wir werden uns also bewusst, dass wir mit einer Welt konfrontiert sind, in der niemand das Morgen voraussagen, geschweige denn planen kann. Näher zusammen zu rücken scheint eine gute Möglichkeit zu sein, mit dieser Unsicherheit umzugehen.

Treiber 3: Hoffnung auf Kollaboration als Innovationsmotor

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel, heißt es in den letzten Jahren an vielen Stellen in Unternehmen, in der Gesellschaft und in der Politik. Denn um entspannt in der VUCA-Welt zu leben, fehlen uns praktikable Ansätze. Selbstorganisation und Kollaboration wecken neue Hoffnungen. So entstanden in den letzten fünf bis sieben Jahren in Unternehmen, im Privaten und in der Politik zahlreiche Initiativen, die auf die Kraft des Kollektivs setzen. Eine davon ist die deutsche Bundeswerkstatt, die 2013 gegründet wurde. Auf deren Website heißt es: „Wir stehen in Deutschland an einem Wendepunkt: Wenn wir die komplexen nationalen und globalen Herausforderungen unserer Zeit meistern wollen, müssen wir den Mut entwickeln, alte lähmende Gewohnheiten und Arbeitsweisen über Bord zu werfen und zu neuen Formen der Zusammenarbeit zu greifen.“ Das Ziel der Bundeswerkstatt ist die „gemeinsame Entwicklung innovativer Lösungen“ – und der Aufbau einer kollaborativen Demokratie. Diese Hoffnung auf das Wir als Impuls für echte Innovation ist exemplarisch für viele Bereiche in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Treiber 4: Sehnsucht nach neuen inneren Qualitäten

Unsere Suche nach Neuem, nach etwas Anderem bezieht sich meist nicht nur aufs Außen – und drückt sich oft auch in neuen Begriffen aus. Einer davon machte im Herbst 2014 zum ersten Mal seine Runde. „WeQ meint Wir-Qualitäten – im Unterschied zu Ich-Qualitäten (IQ)“, formulierten die Macher des Vision Summit, einer internationalen Konferenz für Social Innovation, Social Entrepreneurship und Social Impact Business, die 2007 ins Leben gerufen wurde und 2014 mit „WeQ“ an den Start ging. Wir-Qualitäten, so hieß es dort, seien die gemeinsame DNA von Social Innovation, Social Entrepreneurship und Social Business, aber auch von Design Thinking, Co-Creation, Co-Working Spaces, Wikipedia oder Carsharing.

Treiber 5: Erfahrung mit kollektiven Experimenten

Neue Wir-Konstrukte sind im Jahr 2015 für eine wachsende Zahl von Menschen im Alltag spürbar geworden. Je jünger und je vernetzter, desto mehr. Viele erfahren auf einmal ganz konkret, wie sich die Welt anfühlt, wenn sie auf neue kollektive Organisationsformen setzen. Ob klassische Gemeinschaft oder temporäres Kollektiv: Der Nutzen der Gemeinsamkeit wird deutlich. So bekommt der Selbstständige Geld für das neue Unternehmen von einer Crowdfunding-Plattform statt von der Bank, das Auto wird nicht mehr gekauft, sondern im Nachbarschafts-Carpool ausgeliehen, man lebt in einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt, arbeitet im Coworking-Space, lernt neue Menschen bei „eat and meet“-Dinnern kennen, geht zusammen zu Freeletics, bucht sein Zimmer bei Airbnb und unterschreibt Online-Petitionen bei einer NGO, die sich für den sozialen Wandel einsetzt. Kollaboration kann zum ersten Mal einem Alltagstest unterzogen werden.

Literatur

Ulrich Beck: Jenseits von Stand und Klasse? Soziale Ungleichheiten, gesellschaftliche Individualisierungsprozesse und die Entstehung neuer sozialer Formationen und Identitäten. In: Beck, Ulrich/Beck-Gernsheim, Elisabeth (Hg.): Riskante Freiheiten. Individualisierung in modernen Gesellschaften, 1994, S. 43-60. (Hitzler/Niederbacher 2010).
Ulrich Beck: Das Zeitalter des „eigenen Lebens“. Individualisierung als „paradoxe Sozialstruktur“ und andere offene Fragen. In: ApUZ B 29/2001.
Byung-Chul Han: Warum heute keine Revolution möglich ist. In: Süddeutsche Zeitung, 02.09.2014.
Rainer Hank und Winand von Petersdorff: Haben ist seliger als teilen! In: FAZ, 13.04.2013.
Ronald Hitzler, Anne Honer, Michaela Pfadenhauer: Zur Einleitung: „Ärgerliche“ Gesellungsgebilde? In: Dies. (Hg.): Posttraditionale Gemeinschaften, 2008, S. 9-35.
Reinhard Loske: Aufwachen, bitte. In: Die Zeit 43/2014.
Robert Putnam und Lewis Feldstein: Better Together. Restoring the American Community, 2004.
Marcus Rohwetter: Nutzen statt besitzen. In: Die Zeit, 11/2013.
Tesa Ziemer: Komplizenschaften. Neue Perspektiven auf Kollektivität. Bielefeld: Transcript Verlag 2013.

Dieser Artikel ist in folgenden Dossiers erschienen:

Trend Update

Trend Update

Trend Update ist der Online-Service für Weiterdenker und Zukunftsmacher. In Essays, Shortcuts, Interviews, Infografiken und Worktools beleuchten wir die wichtigsten Aspekte gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandlungsprozesse.

Dossier: Wir-Gesellschaft

Dossier: Wir-Gesellschaft

Die neue Macht des „Wirs“ ist nicht mehr zu übersehen: Überall bilden sich neue Formen von Gemeinschaften, Kollaborationen und Kooperationen – „progressive Wirs“, die auch neue Alternativen im Zeichen einer gespaltenen Gesellschaft eröffnen. Wie wird die Wir-Gesellschaft von morgen aussehen – und welche Konsequenzen hat diese Entwicklung für eine zukunftsweisende Aufstellung von Organisationen?

Folgende Menschen haben mit dem Thema dieses Artikels zu tun:

Cornelia Kelber

Die studierte Germanistin und Journalistin ist seit 2010 für das Zukunftsinstitut tätig. Kelber arbeitet an Studienprojekten. Ihre Schwerpunktthemen: Marketing, Wertewandel und die Theorie der Zukunfts- und Trendforschung.

Kirsten Brühl

Praxisnah und inspirierend zeigt die Beraterin, wie der Wandel der Arbeitswelt das Business verändert, wie Trend zu mehr Kollaboration neue Formen von Leadership schafft – und welche Rolle Frauen für die Zukunft spielen.