Next Growth

Erfolgreich wirtschaften = Wachstum. Diese Gleichung scheint heute beinahe ein Naturgesetz zu sein, dabei hat die Ära nach dem Wachstum faktisch längst begonnen. Der Rückgang des Wachstums ist in allen Industrieländern zu beobachten. Es steht aber weniger das Ende des Wachstums bevor als vielmehr der Beginn einer Ära, die völlig neue, umfassendere Formen des Wachstums eröffnet. Die Ära des Next Growth.

„Es ist Zeit für ein neues Verständnis von Wachstum – nicht ‚grün‘, nicht antikapitalistisch, sondern anders“, ist sich André Reichel, Herausgeber der neuen Trendstudie „Next Growth – Wachstum neu denken“, sicher. 

Dieses neue Verständnis darf Wachstum nicht als eine rein ökonomische Kategorie begreifen, sondern als Kombination mit gesellschaftlichen, ökologischen – und menschlichen Aspekten. Dieses Wachstumsverständnis verlangt, Wirtschaft generell anders zu denken: systemisch und zyklisch, sich evolutionär zu höherer Komplexität und Qualität entwickelnd.

Next Growth | Herausgeber: André Reichel | Studienleitung: Christian Schuldt | Autoren: Daniel Anthes, Lena Papasabbas, André Reichel, Christian Schuldt, Julia Senft | Externe Experten: Nancy Bocken, Christian Felber, Dirk Posse, Roland Zieschank | August 2018 | 144 Seiten | ISBN: 978-3-945647-53-0 | 190.00 € zzgl. 7 % MwSt.

André Reichel über „Next Growth“:

„Die Studie liefert zukunftsweisende unternehmerische Perspektiven und handfeste Orientierung. Sie ist ein Leitfaden für Unternehmen, die sich auf die Ökonomie der Zukunft einstellen wollen.“

Themenschwerpunkte

 

1. Befreiung vom Wachstumsfetisch: Wachstum muss neu gedacht werden.

Wirtschaftliches Wachstum ist unsicher geworden. Brüche, Einbrüche und Umbrüche prägen die wirtschaftliche Landschaft. Gleichzeitig kann einseitiges Wachstumsdenken in eine mentale Sackgasse führen. Unhinterfragte Mindsets sind gefährlich für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen – vor allem, wenn sich Umwelten und Kontexte radikal und unüberschaubar ändern. Immer mehr verbreitet sich deshalb ein neue Mindset, das „Wachstum“ jenseits rein ökonomisch-materieller Kategorien versteht.

2. Strategie als Experiment: Erfolg ist eine Frage der Anschlussfähigkeit.

Strategie ist schon immer ein Gesellschaftsspiel gewesen: Man kann es nur mit anderen zusammen spielen. In der Wachstumsökonomie des 20. Jahrhunderts war dies nur eine Spielregel unter vielen. Im Kontext einer komplex vernetzten Wirtschaft des Next Growth wird sie zur zentralen Maßgabe. Unternehmen müssen lernen, sich zu öffnen, um die Anschlussfähigkeit an ihre Umwelten – auch an ihre natürliche Umwelt – zu erhöhen. Nur so wird eine Organisation aufnahmefähig für die neuen gesellschaftlichen Wertesets.

 3. Die Neuerfindung de Neuen: Innovation ist kein Selbstzweck, sondern erwächst aus geteilten Anliegen.

Next Growth wird vorangetrieben von einem reflexiveren und nachhaltigeren Verständnis von Innovation – eine Innovation der Innovation, frei von den Scheuklappen einseitiger Wachstumszwänge. Im Gegensatz zum traditionellen Innovationsdenken, das stets eindimensional auf „neu“ und „mehr“ ausgerichtet gewesen ist, revitalisieren Next-Growth-Innovationen eine eigentlich altbewährte Erkenntnis: Wahre Innovationen sind nicht technischer, sondern sozialer Natur. Sie reflektieren den Wandel sozialer Praktiken und entwickeln sie weiter.

4. Qualität schlägt Quantität: Der Wohlstand von morgen beruht auf neuen Werten.

Unternehmen sind hochemotionale Akteure. Diese Feststellung und ihre Anerkennung sind die ersten Schritte, die Organisationen auf den Weg bringen, sich auf die Suche nach dem inneren Antrieb ihrer Unternehmung zu begeben. Denn Unternehmen sind von Menschen gemacht und keine Systeme, die der kühlen Logik von Maschinen unterliegen.

Einblicke in die Studie