Siegeszug der Emotionen

Emotionen dominieren nicht nur aktuell unsere Gesellschaft, sie prägen auch die Wirtschaft von morgen. Was bedeutet das für Unternehmen, welche emotionalen Qualitäten sind entscheidend, wie ergreift man die noch lange nicht genutzten Chancen einer emotionalisierten Gesellschaft, und welche konkreten Handlungen müssen in Unternehmen gesetzt werden, um in der intensivsten Wirtschaft aller Zeiten zu bestehen?

Das Zukunftsinstitut beantwortet diese und noch mehr Fragen rund um den wirtschaftlichen Erfolgsfaktor Emotionen in seiner neuen Studie "Siegeszug der Emotionen". Sie vermittelt das notwendige Know-How anhand von vier zentralen Thesen, die verdeutlichen, welche Rolle Emotionen für Gesellschaft, Individuum, Unternehmenskultur und ‑kommunikation sowie Unternehmensidentität und ‑strategie spielen.

Siegeszug der Emotionen | Herausgeber: Zukunftsinstitut GmbH | Autoren: Harry Gatterer, Matthias Horx, Lea Lösch, Verena Muntschick, Christian Schuldt, Janine Seitz, Christiane Varga | 2018 | 128 Seiten | ISBN: 978-3-945647-52-3 | 190.00 € zzgl. 7 % MwSt.

Inhalt


Wir führen Sie mit der rückblickenden Trend-Evolution in die Entwicklung der Begrifflichkeiten rund um Emotionen ein. Im Trend-Radar geben wir Ihnen einen Überblick über den aktuellen Diskurs und die wichtigsten Trends zum Thema. Zudem liefern Gastbeiträge, Exkurse und Interviews mit Visionären wichtige Insights. Diese vielfältigen Inputs bilden den Rahmen für die vier zentralen Thesen zum erfolgreichen Umgang mit Emotionen im unternehmerischen Kontext:

 

1 - Rein rationales Denken war gestern, die Ära der Emotionen bricht an.

Unternehmen bewegen sich nicht im luftleeren Raum, sondern im Kontext der Gesellschaft. Die Dynamiken, die hier entstehen, haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Märkte. Für Unternehmen ist es daher wichtig zu wissen, in was für einer Gesellschaft sie sich in Zukunft bewegen werden. Anders als häufig angenommen, befindet sich diese heute nicht auf dem Höhepunkt der Emotionalisierung, sondern die Ära der Emotionen hat gerade erst begonnen.

 

2 - Erst die Differenzierung zwischen Reiz und Reaktion befähigt zu selbstwirksamem Handeln.

Menschliche Emotionen werden heute gern als Werkzeuge gesehen, mit denen Individuen beeinflusst und gesteuert werden können. Doch was bedeutet es für Unternehmen, wenn die Menschen eben diese Beeinflussbarkeit ablegen und selbst entscheiden, wie sie auf welchen Reiz reagieren wollen?

 

3 - Nur wer Werte als Basis von Beziehungen begreift, schafft als Unternehmen Resonanz.

Kommunikations-, Marketing-, und Personalabteilungen müssen sich heute Gedanken machen, wie sie künftig mit Menschen kommunizieren wollen (und können), die eine emotionale Souveränität entwickelt haben – und welche Kompetenzen dafür nötig sind.

 

4 - Die Schlüsselemotionen von Unternehmen sind die Triebkräfte ihrer Visionen.

Unternehmen sind hochemotionale Akteure. Diese Feststellung und ihre Anerkennung sind die ersten Schritte, die Organisationen auf den Weg bringen, sich auf die Suche nach dem inneren Antrieb ihrer Unternehmung zu begeben. Denn Unternehmen sind von Menschen gemacht und keine Systeme, die der kühlen Logik von Maschinen unterliegen. In den Schlüsselemotionen eines Unternehmens verbirgt sich die Art und Weise, wie sie Zukunft sehen, und dementsprechend auch, wie sie auf Zukunft ausgerichtet handeln.

Einblicke in die Studie


Dieser Artikel ist in folgenden Dossiers erschienen:

Dossier: Unternehmenskultur

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Was macht Unternehmen fit für den digitalen Wandel? Im Kern der "Digitalisierung" steht nicht die digitale Vernetzung, sondern neue kulturelle Qualitäten. Erst eine organische und vertrauensvolle Kultur des Miteinanders ermächtigt Unternehmen, die Herausforderungen der digitalen Welt zu meistern und mitzugestalten.

Dossier: Marketing

Dossier: Marketing

Wir stehen vor einer Marketing-Zäsur. Selbstbewusste, ermächtigte Kunden werden Marketing in Zukunft anders bewerten. Mehr Marketing wird nicht mehr automatisch für mehr Absatz sorgen. Künftig werden Konsumenten nur dann zu echten Kunden, wenn die Vertrauensbilanz stimmt.

Megatrend Individualisierung

Megatrend Individualisierung

Unsere Biografien verlaufen heute entlang neuer Brüche, Umwege und Neuanfänge. Sie sind viel mehr zu „Multigrafien“ geworden. In einer Gesellschaft, die uns immer mehr individuelle Freiheiten gibt, uns aber auch immer stärker unter Entscheidungsdruck setzt, verändern sich Werte – und mit ihnen ändert sich die Wirtschaft, in der DIY-Kultur und Nischenmärkte entstehen.

Folgende Menschen haben mit dem Thema dieses Artikels zu tun:

Verena Muntschick

Die studierte Germanistin, Anthropologin und Biologin ist seit 2014 für das Zukunftsinstitut tätig. Als Projektmanagerin, Researcherin und Autorin arbeitet sie an Studienprojekten und Auftragsarbeiten.

Harry Gatterer

Harry Gatterer ist Geschäftsführer des Zukunftsinstituts. Sein Spezialgebiet ist die Integration von Trends in unternehmerische Entscheidungsprozesse. Er berät Unternehmen dabei, relevante Trends zu erkennen und zu nutzen.

Christian Schuldt

Der Systemtheoretiker und Autor beleuchtet in Publikationen und Vorträgen den digitalen Kultur- und Medienwandel. Sein Blick ist geschult für die kommunikativen Muster, die Menschen und Unternehmen verbinden.

Janine Seitz

Die studierte Kulturanthropologin ist seit 2008 Redakteurin des Zukunftsinstituts. Ihr Fokus: die Zukunft des Handels, Digitalisierungstrends und Global Sustainability. Als Projektleiterin verantwortet Seitz die inhaltliche Koordination der Branchen-Reports.

Christiane Varga

Die Soziologin und Germanistin leitet im Zukunftsinstitut Forschungsprojekte für Unternehmen. Ihr Fokus liegt auf den Themen New Living, New Work, Geschlechterrollen und Tourismus.

Matthias Horx

Der Gründer des Zukunftsinstituts gilt heute als einflussreichster Trend- und Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum. Matthias Horx ist profilierter Redner zu sozialen, technologischen, ökonomischen und politischen Trends.

Der Artikel hat Bezug zu folgenden Formaten: